Richard Wagner

Siegfried

15. November 2019

ERSTER AUFZUG
Abgeschottet von der Außenwelt hat der Schmied Mime den Sohn Sieglindes und Siegmunds, Siegfried, großgezogen, der ihn nun als furchtloser, erwachsener Mann drangsaliert. Siegfried weiß
nichts von seiner Familie, spürt aber instinktiv, dass er mit Mime nicht verwandt sein kann. Er bedrängt ihn solange, bis dieser ihm seine Herkunft offenbart und die Hinterlassenschaft seiner
Mutter: das zerbrochene Schwert Nothung. Siegfried verlangt, dass Mime es neu schmieden solle
und lässt ihn mit dieser unlösbaren Aufgabe allein zurück.

Mimes Handwerk reicht nicht aus, um das Schwert Nothung, das einst an Wotans Speer zerbrach, neu zu schmieden. Doch nur mit Nothung kann Fafner, der sich nach dem Mord an seinem Bruder im
„Rheingold“ den Ring und den Hort des Nibelungen angeeignet hat, besiegt werden. Siegfried soll
diese Tat vollbringen und für Mime den Ring und damit die Herrschaft über die Welt erobern.
Wotan, der seit geraumer Zeit die Welt als Wanderer durchstreift, erscheint in Mimes Behausung
und zwingt ihm eine Wissenswette um Leben und Tod auf. Drei Fragen solle er stellen und drei beantworten. Obwohl Mime Wotan erkennt, nutzt er nicht die Chance, von ihm zu erfahren, wie das
Schwert neu zu schmieden sei. Er erfährt nur, wer dies vollbringen wird: „Nur wer das Fürchten nie
erfuhr, schmiedet Nothung neu!“ Wotan überlässt Mimes Leben jenem furchtlosen Schmied.
Siegfried kehrt zurück und versucht sich nun selbst an den Schwertstücken. Er schmilzt sie ein und schmiedet das Schwert. Mime wird unterdessen klar, dass Siegfried es ist, der ihn erschlagen
wird und fasst den Plan, ihn zu vergiften, sobald er Fafner für ihn getötet hat.

ZWEITER AUFZUG
Alberich wartet vor Fafners Höhle auf eine Gelegenheit, den Ring wieder in seinen Besitz zu bringen.
Der eintreffende Wotan beteuert, ohne böse Absicht gekommen zu sein, und berichtet dem Alben, dass sein Bruder Mime mit Siegfried auf dem Weg sei, um den Nibelungenhort in seinen Besitz zu bringen. Er rät Alberich, Fafner zu warnen und den Ring als Gegenleistung zu fordern. Fafner
lehnt den Handel jedoch ab und schläft weiter, woraufhin Wotan die Szene höhnisch lachend
verlässt.

Siegfried und Mime treffen vor Fafners Neidhöhle ein. Der Zwerg zieht sich ängstlich zurück. Den
furchtlosen Siegfried jedoch treibt das Geheimnis seiner Herkunft um und er hofft, in der Natur
Antworten auf seine Fragen zu finden. Als er mithilfe seines Horns Kontakt zu den Vögeln aufnehmen
will, weckt er Fafner. Nach kurzem Kampf ist der imposante Feind besiegt. Bevor er seinen Verletzungen erliegt, versucht Fafner noch, Siegfried vor Mimes List und dem Fluch zu warnen, der auf dem Ring lastet. Doch Siegfried lässt sich von den Worten nicht beeindrucken.

Nachdem er von Fafners Blut gekostet hat, versteht Siegfried die Sprache der Vögel. Auf den Rat des Waldvogels hin nimmt er Ring und Tarnhelm an sich. Listig bietet Mime seinem Ziehsohn den selbstgebrauten Schlaftrunk zur vermeintlichen Erfrischung an. Doch Siegfried kann nun seine
hinterlistigen Gedanken hören und erschlägt ihn. Unter Alberichs Hohngelächter macht sich Siegfried
auf die Weisung des Waldvogels hin auf den Weg zur schlafenden Brünnhilde.

DRITTER AUFZUG
Wotan sucht noch einmal Erda auf. Er hat Siegfried und Brünnhilde ausersehen, die Welt von dem Fluch des Rings zu befreien. Von Erda, Brünnhildes Mutter, erhofft er sich Bestätigung, die jedoch
ausbleibt. Verärgert versetzt er sie, wie zuvor die gemeinsame Tochter, in ewigen Schlaf.
Auf dem Weg zu Brünnhilde treffen Siegfried und sein Großvater Wotan erstmals aufeinander. Der
junge Mann begegnet dem einstigen Weltenlenker mit unbekümmerter Respektlosigkeit. Als Wotan
ihm den Weg zu Brünnhilde verwehrt, zerschlägt Siegfried mit dem Schwert Nothung den Wotansspeer und der ehemalige Gott zieht geschlagen von dannen.

Siegfried durchschreitet den Feuerring, findet die schlafende Brünnhilde und küsst sie wach. Im
Angesicht der ersten Frau, die er zu Gesicht bekommt und der ihn überwältigenden Liebe lernt
Siegfried das Fürchten. Brünnhilde erkennt in ihrem Neffen den Helden, den Wotan ihr vorherbestimmt hat. Die beiden feiern ihre befreiende Vereinigung ungeachtet aller Konsequenzen –
„leuchtende Liebe, lachender Tod“.
Kritk in der Rheinischen Post www.rp-online.de

Kritik bei Klassik.com www.klassik.com

Kritik bei WDR 3 www.wdr.de

Kritik in der Westdeutschen Zeitung www.wz.de



Erlebte Oper: Das sagen unsere Opernscouts
Unsere Opernscouts in der Rheinischen Post

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