• Les Contes d'Hoffmann (c) Hans Jörg Michel
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Jacques Offenbach

Les Contes d'Hoffmann

28. Oktober 2017 - 10. Dezember 2017

Handlung HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN


I. Akt STELLA
Im Opernhaus, vor und während einer Vorstellung von Don Giovanni. Der Dichter und Komponist Hoffmann fiebert einer Aufführung von Mozarts Oper entgegen, in der die berühmte Sängerin Stella auftreten soll. Die Muse beschließt, Hoffmann vor seiner unseligen Leidenschaft für die Diva zu beschützen und möchte ihn auf ewige Zeit für sich und die Kunst gewinnen.
Um dabei so geschickt wie möglich operieren zu können, entscheidet sie sich, ihre weibliche Identität zu verbergen und nimmt das Aussehen von Hoffmanns bestem Freund Nicklausse an.
Stella wird nicht nur von Hoffmann umworben, sondern auch von dem Stadtrat Lindorf. Dieser fängt mithilfe des Faktotums Andres einen an Hoffmann adressierten Brief der Primadonna ab und gelangt so in den Besitz ihres Garderobenschlüssels. Noch vollkommen im Bann vom Auftritt Stellas im ersten Akt von Don Giovanni, lässt sich Hoffmann während der Pause von seinen Freunden im Theater dazu animieren, von seiner Liebe zu erzählen: Nicht eine Geliebte habe er, es seien drei – in einer Person. Der Name der ersten sei Olympia.

II. Akt OLYMPIA
Der junge Hoffmann hat sich unter dem Vorwand, sich für Physik zu interessieren, mit dem Wissenschaftler Spalanzani bekannt gemacht. Sein eigentliches Interesse gilt jedoch der schönen wundersamen Olympia, die er für Spalanzanis Tochter hält. Als er sie heimlich betrachtet, wird er von dem Optiker Coppelius überrascht, der Hoffmann eine Wunderbrille aufzwängt, durch die hindurch ihm Olympia schöner als je zuvor erscheint. Spalanzani ist wenig begeistert von dem plötzlichen Erscheinen des Optikers, die beiden wechseln rätselhafte Worte über ihre angebliche Vaterschaft von Olympia und tauschen Verträge aus. Coppelius erhält schließlich einen Scheck des Bankhauses Elias und gibt sich zufrieden. Olympia wird der Öffentlichkeit präsentiert. Besonders Hoffmann ist von ihrem Gesang und ihrem Tanz mehr als begeistert – sicherlich nicht zuletzt dank der Wunderbrille des Coppelius. Olympias scheues „Ja! Ja!“ deutet der Verliebte als Liebesbekenntis. Doch als sich Olympia, offensichtlich ermutigt durch den Triumph ihres Auftritts, immer mehr an Hoffmann klammert, trennt man die beiden und Olympia wird auf ihr Zimmer gebracht.
Hoffmanns Brille ist zerbrochen; als er wieder aufschaut, erwartet ihn ein grausiges Bild: Coppelius, in seiner Wut über den wertlosen Scheck, den er von Spalanzani erhalten hatte, zerrt eine Olympia ans Tageslicht, die dem Wunschgedanken Hoffmanns nicht mehr standhält.

III. Akt ANTONIA
In der Sorge, sie könnte von der verstorbenen Mutter eine lebensgefährliche Lungenkrankheit geerbt haben, hat der Geigenbauer Crespel seine Tochter Antonia in strengsten Gewahrsam gegeben. Hinter verschlossenen Türen wird sie gehalten, außer ihrem Vater sieht sie nur den Bediensteten Frantz.
Dabei wollte Antonia doch – wie ihre Mutter – eine berühmte Sängerin werden. Doch schon die ersten Erfolge, die sie an der Seite des Komponisten Hoffmann feiern konnte, ließen in dem Vater die Befürchtung aufkommen, seine Tochter könnte dasselbe Schicksal ereilen wie die Mutter: Singen bis zum Tode.
Frantz jedoch hat Hoffmann das Versteck verraten und lässt ihn zu Antonia. Ein Versuch von Nicklausse, Hoffmann auch die Sinnlosigkeit dieser Liebe verständlich zu machen, bleibt unerhört.
Antonia will nur eines mit Hoffmann: Singen. Hoffmann selbst ist beunruhigt über die Hitze und Atemlosigkeit, die Antonia beim Singen überfällt. Als Crespel plötzlich auftaucht, kann sich Hoffmann verstecken. Er wird Zeuge einer Visite des Dr. Mirakel, der Antonia eine fast aussichtslose Diagnose stellt. Nur er selbst könne sie kurieren. Crespel jagt den unheimlichen Doktor aus dem Zimmer. Hoffmann, schockier über den Befund und ratlos, nimmt Abschied von der Kranken. Morgen werde er sie wieder besuchen.
Als Hoffmann verschwunden ist, taucht noch einmal Dr. Mirakel auf. Er verspottet die Patientin, die sich einbildet, sie könnte auf ihre Passion, den Gesang, verzichten und sich stattdessen ein häusliches Eheleben vorstellen. Schließlich lässt er den Geist von Antonias Mutter erscheinen, um Antonia wieder zum Singen zu bewegen. Antonia entscheidet sich gegen die Vernunft und gegen die Liebe. Sie singt sich selbst in den Tod. Hoffmann, Crespel, Nicklausse und Frantz werden lediglich Zeugen ihrer letzten Worte. Auch diese spricht sie nicht, sie singt sie…

IV. Akt GIULIETTA
In Venedig gefällt sich Hofmann in der Rolle des Spielers und Trinkers, in der Rolle eines Mannes, der sich erlauben kann, die Liebe zu verachten – auch die Liebe einer so verführerischen Frau wie der Kurtisane Giulietta.
Giulietta, die im Auftrag des geheimnisvollen Capitano Dapertutto schon Schlehmihls Schatten erjagt hat, entwirft gemeinsam mit Dapertutto und dem Krüppel Pitichinaccio einen neuen Plan. Hoffmanns Widerstand soll gebrochen werden; er soll Giulietta sein Spiegelbild als Pfand seiner Liebe überlassen. Im Kartenspiel gegen Schlehmihl, der immer noch seine Rechte auf Giulietta geltend macht, verliert Hoffmann.
Hoffmann, der sich Giuliettas Liebesdienste mit Geld erkaufen wollte, um sie zu demütigen, erliegt endlich ihren Verführungskünsten. Sie schildert ihm Schlehmihl als ihren Peiniger und ringt Hoffmann unter geheuchelten Tränen sein Spiegelbild ab. Hoffmann verspricht, Schlemihl für sie aus dem Weg zu räumen.
Aus dem Liebesrausch erwacht, erschrickt er jedoch vor dem Verlust des Spiegelbildes. Als Schlemihl ihn zum Duell fordert, wird er zum Mörder. Nicklausse, die Muse, greift noch einmal ein und bewegt Hoffmann zur Flucht.

V. Akt DIE MUSE
Hoffmann ist am Ende seiner Erzählungen angelangt. Als ihm Stella nach der Vorstellung von Don Giovanni gegenübertritt, verwirrt er sich, spricht sie als Olympia, Antonia und Giulietta an. Sarkastisch überlässt er mit der letzten Strophe des Liedes von Kleinzack, dem hässlichen Verlierer, seinem Rivalen Lindorf und dessen Helfershelfer Andres das Feld. Die Gestalten seiner Phantasie, seiner Freuden und seiner Ängste verlassen Ihn. Nur die Muse bleibt bei ihm. Hoffmann schaut ihr in die Augen.
Christof Loy

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