Gaetano Donizetti

La Fille du Régiment

27. März 2020 - 30. April 2020

1. AKT
Während des Dritten Koalitionskriegs (1805) in den Tiroler Bergen.

Marie wurde als Säugling von Mitgliedern des französischen 21. Regimentes auf einem Schlachtfeld
gefunden. Die Soldaten nahmen sich des Kindes an und haben es aufgezogen. Inzwischen ist Marie
zur jungen Frau herangewachsen und verdient sich ihren Lebensunterhalt als Marketenderin im Regiment. Sie selbst hat zugestimmt, als ihre 2000 Väter bestimmten, nur ein Mitglied des Regiments
dürfe ihr Mann werden. Aber verliebt hat sie sich in Tonio, einen jungen Tiroler, der ihr das Leben gerettet hat, als sie in einen Abgrund zu stürzen drohte. Als Tonio mal wieder um das Lager herumschleicht, um Marie zu sehen, wird er als vermeintlicher Spion von den Wachen des Regiments
gefangen genommen und soll hingerichtet werden. Doch Marie klärt die Sache auf – was Tonio
den Hals rettet, ihm aber in seiner Liebessache nicht weiterhilft, denn nur ein Soldat darf Maries
Mann werden. Die Kriegswirren haben auch die Marquise von Berkenfield mit ihrem Haushofmeister Hortensius in das Lager des Regiments getrieben. An einem Brief, der damals bei dem Kinde gefunden worden war und den der Sergeant Sulpice aufgehoben hat, erkennt sie in Marie ihre Tochter aus einer Liaison mit dem Hauptmann Robert, gibt sich als ihre Tante aus und will sie mit auf ihr Schloss nehmen.

Währenddessen hat sich Tonio entschlossen, aus Liebe zu Marie ins Regiment einzutreten – doch
er kommt zu spät: Mit der Marquise verlässt Marie traurig das Regiment, um nun ein standesgemäßes Leben zu führen. Tonio aber muss beim Regiment bleiben.

2. AKT
Nach einigen Monaten standesgemäßer Erziehung weiß sich Marie äußerlich zwar in der neuen
Umgebung zu behaupten, aber immer wieder bricht in ihr die Anhänglichkeit an das alte Soldatenleben durch, kräftig geschürt von Sulpice, der sie als einziger ihrer „Väter“ hat begleiten dürfen. Aber die Marquise besteht auf der adeligen Verheiratung, denn indem sie so Stand und Namen erhält, gibt sie Sulpice zu verstehen, will sie ihre Schuld an Marie wieder gutmachen. Sie gesteht ihm, dass Marie die gemeinsame Tochter von ihr und dem Hauptmann Robert ist. Da trifft Tonio, inzwischen zum Offizier des Regiments aufgestiegen, mit seinen Leuten ein – er hat Marie nicht vergessen und bittet die Marquise um Maries Hand, die ihm jedoch abgeschlagen wird. Die Vorbereitung für die Hochzeit mit dem dümmlichen Herzog von Crakentorp sind bereits getroffen.
Nachdem Marie erfahren hat, dass die Marquise ihre Mutter ist, willigt sie ein, den Hochzeitsvertrag
zu unterschreiben. Doch da greift Tonio, um sein Glück zu retten, zu einem letzten Mittel: Er
enthüllt der Mutter des Bräutigams und der ganzen Gesellschaft Mariens „Vergangenheit“ als
Marketenderin. Eine adelige Verheiratung ist nun ausgeschlossen, die Marquise will dem Lebensglück
ihrer Tochter nicht mehr im Wege stehen, und so kann Soldatenhochzeit gefeiert werden.

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