Profil

Johannes Erath

Johannes Erath

Johannes Erath war nach einem Violinstudium bei Rainer Küchl in Wien und Hansheinz Schneeberger in Freiburg zunächst als Musiker u.a. im Orchester der Volksoper Wien und der Orchesterakademie der Wiener Philharmoniker tätig. Sein Einstieg ins Regiefach erfolgte als Assistent von Willy Decker, Nicolas Brieger, Christine Mielitz, Guy Joosten, Peter Konwitschny, Marco Arturo Marelli und Graham Vick an Theatern in ganz Europa. Er ist regelmäßiger Gast an der Oper Frankfurt, wo er zuletzt Szymanowskis „Król Roger“ und die Uraufführung von Arnulf Herrmanns „Der Mieter“ inszenierte. Eine langjährige Zusammenarbeit verband ihn auch mit der Oper Graz, wo er Korngolds „Die tote Stadt“ (ausgezeichnet mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis), Bergs „Lulu“, Mozarts „Don Giovanni“, Strauss‘ „Elektra“ wie auch Wagners „Lohengrin“ in Szene setzte. 2008 erhielt Johannes Erath für seine Inszenierung von Massenets „Cendrillon“ am Stadttheater Bern den Götz-Friedrich-Regiepreis. Zu wichtigen Produktionen der jüngeren Zeit zählen u.a. Micha Hamels „Caruso in Cuba“ im Rahmen des Opera Forward Festivals der Nationale Opera Amsterdam, Berthold Goldschmidts „Beatrice Cenci“ bei den Bregenzer Festspielen, Massenets „Manon“ an der Oper Köln und die europäische Erstaufführung von Joby Talbots „Everest“ am Theater Hagen. Seine Inszenierungen von Mozarts „Le nozze di Figaro“ sowie Offenbachs „Les Contes d’Hoffmann“ feierten an der Semperoper Dresden Premiere und waren anschließend auch beim Savonlinna Opera Festival in Finnland zu sehen. Jüngst inszenierte er Spontinis „La Vestale“ am Theater an der Wien sowie „I masnadieri (Die Räuber)“ an der Bayerischen Staatsoper in München. An der Deutschen Oper am Rhein verantwortet er in der Saison 2020/21 das Konzept, die Inszenierung und die Ausstattung von „Vissi d’arte“.