Profil

Helen Donath

Die Sopranistin von Weltrang, geboren als Helen Erwin, studierte in ihrer Heimat Texas sowie in New York und hatte ihr Europadebüt im Januar 1962 an der Oper Köln, wo sie Mitglied des Internationalen Opernstudios war und unter anderem die Wellgunde in Wagners „Das Rheingold“ unter Wolfgang Sawallisch, in der Regie von Wieland Wagner, verkörperte. Nach ihren Anfängen am Staatstheater Hannover, wo sie ihren Mann, den Dirigenten und Pianisten Klaus Donath kennenlernte (Heirat 1965), startete sie eine internationale Karriere, die sie bis heute an alle großen Opernhäuser führt, darunter die Bayerische Staatsoper, die Mailänder Scala, das Royal Opera House Covent Garden, die Berliner Staatsoper Unter den Linden, die Sächsische Staatsoper Dresden, die Hamburgische Staatsoper, sowie nach Paris, Tokio und in die USA, wo sie 1991 als Marzelline in „Fidelio“ an der Metropolitan Opera New York debütierte und in der Folge als Susanna und Gräfin in „Le nozze di Figaro“ sowie als Sophie in „Der Rosenkavalier“ auf der Bühne stand. Im Verlauf ihrer Karriere arbeitete – und arbeitet – sie mit allen bedeutenden Dirigenten zusammen, u.a. mit Karl Richter, Wolfgang Sawallisch, Rafael Kubelik, Antal Doráti, Leonard Bernstein, Georg Solti, Giuseppe Patanè, Daniel Barenboim, Nikolaus Harnoncourt, Sir Neville Marriner, Helmuth Rilling, Sir Colin Davis, Eugen Jochum, Riccardo Muti, Zubin Mehta und Herbert von Karajan. Die gesanglichen Interpretationen Helen Donaths sind seit nunmehr fünf Jahrzehnten weltweit gerühmt und durch eine höchst umfangreiche Diskographie dokumentiert. Darunter findet sich auch eine Gesamtaufnahme von Brittens „The Turn of the Screw“ unter dem Dirigat von Sir Colin Davis, in der sie die Rolle der Gouvernante singt. Besondere Höhepunkte waren auch die Rolle der Marschallin im „Rosenkavalier“ in Detroit unter der Leitung ihres Mannes Klaus Donath und in der Regie ihres Sohnes Alexander Donath und die Despina in „Così fan tutte“ bei den Salzburger Festspielen 2004 bis 2006. An der Oper Köln gastierte sie 2011 als Mrs. Grose in „The Turn of the Screw“. Ende 2013 sang Helen Donath an der Gotham Chamber Opera in New York City in einer Serie von Opern von Ernst Toch und Kurt Weill. 2015 wurde sie eingeladen zur Wiederaufnahme der Mrs. Grose in Köln und zu einer Neuproduktion in Wiesbaden. Helen Donath wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem als Bayerische Kammersängerin, als Ehrendoktor der Universität Miami und 1990 mit dem Niedersachsen Preis. 2005 erhielt sie das Verdienstkreuz 1. Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens.