Profil

Anselm Dalferth

Anselm Dalferth studierte Violine, Germanistik und Schulmusik, absolvierte eine Grundausbildung in der Atem- und Bewegungslehre Psychotonik und ein Aufbaustudium in Experimentellem Musiktheater. Während und nach dem Studium arbeitete er für das Ensemble Modern, die Educationabteilung der Berliner Philharmoniker, das Theater Freiburg und war Volontär an der Opéra national de Paris unter Gerard Mortier.
Von 2009 bis 2014 war er am Nationaltheater Mannheim engagiert und arbeitete als Produktionsdramaturg mit zahlreichen Regisseur?innen und Komponist?innen zusammen. Dabei war er an mehreren Uraufführungen und Stückentwicklungen beteiligt (u. a. Produktionsdramaturg der von der Opernwelt 2014 als Uraufführung des Jahres ausgezeichneten Oper „Böse Geister“ von Adriana Hölszky).
Er inszenierte u.a. am Staatstheater Mainz, der Deutschen Oper Berlin/Tischlerei, der Elbphilharmonie Hamburg, dem Theater Münster und am Nationaltheater Mannheim. Für seine dortige Inszenierung von Mauricio Kagels „Der mündliche Verrat“ erhielt er 2013 den Götz Friedrich-Studiopreis. Mit einer Arbeit frei nach Edgar Allan Poes „Die Maske des roten Todes“ mit dem Mannheimer Geräuschorchester wurde er 2015 zum Theatertreffen des deutsch-europäischen partizipativen Theaters eingeladen und seine Mainzer Inszenierung von Rued Langgaards gewaltiger Oper „Antikrist“ wurde mehrfach als Wiederentdeckung des Jahres in der Opernwelt 2018 genannt. Für die Stückentwicklung „Wie klingt Nimmerland?“ am Theater Münster wurde er 2018 für den Faustpreis (Regie Kinder- und Jugendtheater) nominiert.
Seit 2014 ist er am Staatstheater Mainz engagiert. Hier installierte er die Reihe Hörtheater, in der er Musiktheater in unterschiedlichen Formaten und an besonderen Orten inszeniert. Dabei arbeitet er häufig interdisziplinär und verbindet auf überraschende Weise unterschiedliche Musikstile und Themen zu eigenwilligen Musiktheaterabenden.
Seine Inszenierungen für Kinder und Jugendliche, die einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit bilden, waren bei zahlreichen Festivals zu sehen, so u.a. am Strathmore Arts Center Washington DC, dem Europäischen Festival Happy New Ears, dem Schäxpir Festival Linz, auf Kampnagel Hamburg, beim Fratz Festival Berlin oder beim Kuckuck Festival München.