José Cura
José Cura wurde in Argentinien geboren und begann seine Karriere als Komponist und Dirigent. Für eine Laufbahn als Sänger entschied er sich in Italien, wo er in Turin 1993 debütierte. Seinen Durchbruch feierte er 1994 als Loris (Giordano „Fedora“) an der Seite von Mirella Freni an der Lyric Opera von Chicago. Er tritt seither an allen wichtigen internationalen Opernhäusern auf, u. a. am Royal Opera House Covent Garden, an der Pariser Oper, beim Ravenna Festival, in Hamburg, Los Angeles und San Francisco, an der Mailänder Scala, der New Yorker Metropolitan Opera, in Berlin, Zürich, Barcelona, Zürich, Madrid, Washington, Palermo und Tokio. Heute gehören vor allem die hochdramatischen Partien wie Rodolfo (Puccini „La Bohème“), Don José (Bizet „Carmen“), Turridu (Mascagni „Cavalleria rusticana“), die Titelpartie in Puccinis „Edgar“ , Dick Johnson (Puccini „La fanciulla del West“), Verdis Otello, Canio (Leoncavallo „Pagliacci“), Samson (Saint-Saëns „Samson et Dalila“), Verdis Stiffelio, Cavaradossi (Puccini „Tosca“) und Calaf (Puccini „Turandot“) zu seinen bevorzugten Rollenporträts. Der für seine Interpretationen von Rollen der klassischen Oper in den prestigeträchtigsten Theatern weltweit gefeierte José Cura ist auch für seine unkonventionellen und innovativen Auftritte in Konzerten berühmt. Er ist mit einer faszinierenden Bühnenpräsenz gesegnet, wodurch er sich in zahlreichen Fernsehübertragungen von Opern und Konzertsälen der Welt einen Namen gemacht hat. Besonderes Aufsehen erregte sein Auftritt an der Oper von Hamburg im Jahre 2003. Dort dirigierte er zuerst „Cavalleria rusticana“, um dann, nach der Pause, den Canio in „I Pagliacci“ zu singen. 2007 wandte sich José Cura mit der Weltpremiere von „La commedia è finita“ – einer Verschmelzung von Oper, Prosa und Tanz – der Regiearbeit zu. Der große Erfolg führte zu einer neuen Facette der Karriere dieses außergewöhnlich vielseitigen Künstlers: seine Umsetzung der Oper „Samson et Dalila“ im Badischen Staatstheater war von Publikum und Presse umjubelt und etablierte ihn als Regisseur. Er inszenierte außerdem Verdis „Un ballo in maschera“ an der Oper Köln, „Cavalleria rusticana“ und „Pagliacci“ in Liège sowie Puccinis „La rondine“ in Nancy. Für seine künstlerischen Verdienste wurde José Cura 1999 von der Caece Universität in Buenos Aires die Auszeichnung eines Ehrenprofessors verliehen und er wurde zum Ehrenbürger seiner Heimatstadt ernannt. 2000 wurde er von der libanesischen Regierung zum Ritter Chevalier de l'Ordre du Cedre geschlagen.
 
Vorstellungen José Cura
27.06.2014 Oper am Rhein für alle