Helen Donath
Die Sopranistin von Weltrang, geboren als Helen Erwin, studierte in ihrer Heimat Texas sowie in New York und hatte ihr Europadebüt im Januar 1962 an der Oper Köln, wo sie Mitglied des Internationalen Opernstudios war und als Wellgunde in Wagners „Das Rheingold“ unter Wolfgang Sawallisch, in der Regie von Wieland Wagner, debütierte. Von 1963 bis 1968 sang sie am Opernhaus Hannover. Hier lernte sie ihren späteren Ehemann kennen, den Pianisten und Kapellmeister am Opernhaus Klaus Donath, und startete eine internationale Karriere, die sie bis heute an alle großen Opernhäuser führt, z.B. an die Bayerische Staatsoper München, Wiener Staatsoper, Mailänder Scala, das Royal Opera House Covent Garden, die Staatsoper Berlin, die Semperoper Dresden, die Hamburgische Staatsoper sowie nach Paris, Tokyo und in die USA, wo sie 1991 als Marzelline (Beethoven „Fidelio“) an der Metropolitan Opera New York debütierte und in der Folge als Susanna und Gräfin (Mozart „Le nozze di Figaro“) sowie als Sophie (Strauss „Der Rosenkavalier“) auf der Bühne stand. Im Verlaufe ihrer Karriere arbeitete – und arbeitet – mit allen bedeutenden Dirigenten zusammen, u.a. Herbert von Karajan, Leonard Bernstein, Riccardo Muti, James Levine, Karl Richter, Rafael Kubelik, Hans Schmidt¬Esserstedt, Lorin Maazel, Kurt Eichhorn, Hermann Scherchen, Karl Böhm u.v.a. Besondere Höhepunkte waren auch die Rolle der Marschallin im „Rosenkavalier“ in Detroit und die Despina in „Cosi fan tutte“ (Mozart) bei den Salzburger Festspielen 2004 bis 2006 sowie Zerlina (Mozart „Don Giovanni“) in Stefan Herheims Essener Inszenierung. An der Oper Köln gastierte sie 2011 als Mrs. Grose in „The Turn of the Screw“ (Britten). Die gesanglichen Interpretationen Helen Donaths, seit nunmehr fünf Jahrzehnten weltweit gerühmt, sind durch eine höchst umfangreiche Diskographie dokumentiert.
Helen Donath wurde mehrfach für ihre Verdienste ausgezeichnet, u.a. als Bayerische Kammersängerin, als Ehrendoktor der Universität Miami und 1990 mit dem Niedersachsenpreis. 2005 erhielt sie das Verdienstkreuz 1. Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens.