Bettina Walter
Bettina Walter wurde in Ulm geboren und studierte Bildhauerei an der Freien Kunstschule Nürtingen sowie Kostümbild an der HDK Berlin. Ihr erstes Engagement als feste Kostümbildnerin erhielt sie am Stadttheater Basel unter der Intendanz von Frank Baumbauer. Von 1990 bis 2001 lebte sie in Paris und war als freischaffende Kostümbildnerin an zahlreichen europäischen Theatern und Opernhäusern tätig. Von 2004 bis 2010 folgten verschiedene Lehraufträge für Kostümbild an der Hochschule für Musik und Theater Frankfurt, an der Kunstakademie Hamburg sowie an der École superieure des arts décoratifs in Straßburg. Seit dem Wintersemester 2010 ist sie Professorin für Kostümbild an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart im Fachbereich Bühnenbild/Kostüm. In den 80er- und 90er-Jahren arbeitete Betina Walter u. a. mit den Regisseuren Stephan Müller, Harald Clemen, Adolf Dresen, Stephane Braunschweig, Anselm Weber und François-Michel Pesenti am Theater Basel, dem Théâtre du Chatelet Paris, der Staatsoper Unter den Linden Berlin, dem Residenztheater München, Schauspielhaus Hamburg, Teatro la Fenice Venedig oder dem Royal Opera House Covent Garden in London. Seit 1989 verbindet sie eine enge Zusammenarbeit mit dem Regisseur Christof Loy u. a. durch Produktionen wie Glucks „Iphigénie en Aulide“ beim Glyndebourne Festival 2002, Verdis „Don Carlos“ an der Opéra du Rhin in Straßburg 2006, „Simone Boccanegra“ an der Oper Frankfurt 2007 und Haydns „Armida“ bei den Salzburger Festspielen. Sie arbeitete für Theater wie das Staatstheater Stuttgart, Grand Théâtre de Genève, Theater Basel, die Oper Frankfurt, Semperoper Dresden, Bayerische Staatsoper München, Scala di Milano sowie für die Salzburger Festspiele und die Festspiele Baden-Baden. Weitere Kostümentwürfe entstanden für die Regisseure Barbara Frey, Martin Kusej, Philipp Himmelmann, Christof Nel und Nikolaus Lehnhoff für Produktionen wie Mozarts „La clemenza di Tito“, Wagners „Lohengrin“, Verdis „Rigoletto“, Hindemiths „Cardillac“, Janáčeks „Jenufa“, Korngolds „Die tote Stadt“ oder Strauss‘ „Salome“.