Martin Blasius
Martin Blasius studierte Gesang bei Edmund Illerhaus an der Folkwanghochschule Essen und machte seinen Abschluss mit Auszeichnung. Eine bereits früh einsetzende Konzerttätigkeit führte zu Verpflichtungen in ganz Europa und Südamerika. Nach Engagements an den Opernhäusern von Gelsenkirchen, Hannover und Düsseldorf ist er seit 1996 freischaffend tätig. Er gastierte u. a. in Berlin, Hamburg, Essen, München und Japan. Rundfunk- und Fernsehaufnahmen sowie CD-Einspielungen ergänzen das Wirken des Sängers. Höhepunkte waren u. a. Mozarts „Requiem“ unter Leonard Bernstein und die Partie des Marcel in Meyerbeers „Hugenotten“ an der Deutschen Oper Berlin, deren Aufzeichnung weltweit auf DVD vertrieben wird. Zu seinem Repertoire gehören die großen Basspartien ebenso wie Charakterrollen wie Kaspar (Weber „Der Freischütz“) oder der Doktor (Berg „Wozzeck“) und Buffopartien wie Mamma Agata (Donizetti „Viva la Mamma“), Osmin (Mozart „Die Entführung aus dem Serail“), Kezal (Smetana „Die verkaufte Braut“), van Bett (Lortzing „Zar und Zimmermann“), Falstaff (Nicolai „Die lustigen Weiber von Windsor“) und Baron Ochs (Strauss „Der Rosenkavalier“). 1999 debütierte Martin Blasius in der Uraufführung von Luciano Berios Oper „Cronacha del Luogo“ bei den Salzburger Festspielen. Im Oktober 2011 war er in einer Produktion des „Ring des Nibelungen“ mit dem Remix Ensemble und unter der Leitung von Peter Rundel als Fasolt („Das Rheingold“) sowie Hunding („Walküre“) an der Cité de la la Musique in Paris zu erleben. Im Mai 2012 gastiert Martin Blasius als Graf Waldner (Strauss „Arabella“) an der Opéra Bastille in Paris.