Marcus Jupither
Marcus Jupither wurde in Stockholm geboren und an der dortigen Musik- und Opernakademie ausgebildet. Er erarbeitete sich in kurzer Zeit ein großes Repertoire, das von Don Giovanni (Mozart) bis Alberich (Wagner „Der Ring des Nibelungen“), von Graf Luna (Verdi „Il trovatore“) bis George Brenton (Jake Heggie „Dead Man Walking“) reicht. In Stockholm sang er u.a. Scarpia (Puccini „Tosca“), Rigoletto (Verdi) und Alberich (Wagner „Das Rheingold), trat dort aber auch in Stücken wie „Pique Dame“ (Tschaikowsky), „Die Fledermaus“ (Strauß) oder „Macbeth“ (Jan Sandström) auf. In Göteborg und im Prager Nationaltheater verkörperte er die Titelpartie in Bergs „Wozzeck“. Alberich sang er konzertant unter Kent Nagano, szenisch in Stockholm, Oslo, Bergen und Riga. In der Värmland-Oper war er als Klingsor (Wagner „Parsifal“) zu erleben. In Karlsruhe wurde er 2007 bei seinem Debüt als Barak in „Die Frau ohne Schatten“ (Strauss) frenetisch bejubelt, woraufhin er auch dort als Alberich und in Mahlers Achter Symphonie zu hören war. Zu seinen wichtigsten Debüts der letzten Zeit zählen auch die Titelpartie in Wagners „Der fliegende Holländer“ am Salzburger Landestheater sowie sein erster Auftritt an der Opéra National de Paris 2011 als Alberich (Wagner „Siegfried“). Marcus Jupither arbeitete mit Dirigenten wie Sir Colin Davis, Christian Badea, Olaf Henzold, Sylvain Cambreling, Paul Daniel, Andris Nelsons, Neeme Järvi, Manfred Honeck und Muhai Tang. Im Mai 2009 erhielt der Sänger in Stockholm den Birgit-Nilsson-Preis. An der Deutschen Oper am Rhein ist er erneut als Wotan („Die Walküre“) und Barak (Die Frau ohne Schatten“) zu erleben.