Stefan Klingele
Stefan Klingele studierte an der Hochschule für Musik in Würzburg Dirigieren und Violoncello und leitete von 1991 bis 1993 die Neuburger Kammeroper. Erste Festengagements führten ihn ans Nationaltheater Mannheim und Staatstheater am Gärtnerplatz München. Von 1999 bis 2007 war Stefan Klingele am Bremer Theater tätig – zunächst als Erster Kapellmeister, dann als Interims-Chefdirigent. Unter seiner Leitung wurde die Bremer Oper in der internationalen Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt zum „Opernhaus des Jahres 2006/07“ ernannt. Gleichzeitig erhielt er für seine „Tristan und Isolde“-Produktion Nennungen als „ Dirigent des Jahres“. In Bremen und Hannover stand Stefan Klingele häufig mit zeitgenössischem Repertoire am Pult, an der Staatsoper Stuttgart und der Vlaamse Opera Antwerpen/Gent dagegen vor allem mit spätromantischen Werken wie „Salome“, „Tosca“ oder „Jenufa“. Operetten und zahlreiche Mozart-Einstudierungen komplettieren die stilistische Bandbreite Stefan Klingeles, so zum Beispiel „Die Fledermaus“ (Strauß) an der Oper Göteborg, „Die lustige Witwe“ (Lehár) in Kopenhagen sowie Mozarts da Ponte-Opern „Don Giovanni“ in Frankfurt, „Così fan tutte“ in Stockholm und „Le nozze di Figaro“ in Oslo. Stefan Klingele war Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes und ist Träger des Bayerischen Förderpreises 1999 und des Bremer Kurt Hübner Preises 2006. Heute gastiert er an zahlreichen renommierten Opernhäusern, etwa an der Königlichen Oper Stockholm, der Deutschen Oper Berlin, der Komischen Oper Berlin, der Semperoper Dresden, der Volksoper Wien, der English National Opera in London, außerdem in Göteborg, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Antwerpen, Kopenhagen und Oslo. An der Staatsoper Hannover dirigiert Stefan Klingele Nonos „Intolleranza 1960“ und Pendereckis „Die Teufel von Loudun“. An der Deutschen Oper am Rhein war er zuletzt mit Tschaikowskys „Eugen Onegin“ und Strauss‘ „Salome“ zu erleben, 2012/13 übernimmt er die musikalische Leitung von „Tosca“.