Franz Grundheber
Der in Trier geborene Bariton Franz Grundheber studierte in Hamburg und in Bloomington/USA Gesang bei Margaret Harshaw. 1966 verpflichtete ihn Rolf Liebermann an die Hamburgische Staatsoper, der er bis heute in einem permanenten Gastvertrag verbunden blieb und die ihn anlässlich seines 40-jährigen Bühnenjubiläums zum Ehrenmitglied ernannte. Grundheber bewegt sich gleichermaßen erfolgreich im deutschen, italienischen und französischen Fach; sein immenses Repertoire umfasst alle großen Bariton-Rollen bei Verdi, Wagner und Strauss, aber auch Bergs Wozzeck, für den er 1989 besonders ausgezeichnet wurde. Er ist Hamburgischer und Österreichischer Kammersänger. In Hamburg singt er im Repertoire der aktuellen Saison Barak (Strauss „Die Frau ohne Schatten“), Macbeth (Verdi), Jago (Verdi „Otello“), Scarpia (Puccini „Tosca“), Holländer (Wagner), Simon Boccanegra (Verdi) und Gérard in „Andrea Chénier“ (Giordano). Gastverträge führen Grundheber an alle großen Opernhäuser der Welt, so ist er in Paris vom Palais Garnier, Châtelet bis zur Opéra National de la Bastille zu erleben, in Barcelona, Madrid, Athen, Rom, an der Mailänder Scala und in Moskau, Brüssel, Amsterdam und London. Auch in Los Angeles, San Francisco, Tokyo und der Metropolitan Opera in New York sowie bei den Salzburger Festspielen ist er regelmäßig zu Gast. Zahlreiche Aufnahmen dokumentieren Franz Grundhebers Karriere. Neben vielen anderen Einspielungen wurde er als Alban Bergs Wozzeck unter Claudio Abbado mit dem Prix Georges Thill ausgezeichnet. Die gleiche Oper hat er auch mit Daniel Barenboim eingespielt. Mit Olivier, Faninal, Mandryka, Jupiter, Barak und zuletzt unter Semyon Bychkov als Orest hat er fast das gesamte Strauss-Repertoire eingespielt. Zuletzt wurde im August 2008 seine CD „Lieder einer Reise“ mit Liedern von Martin, Mendelssohn, Schubert, Wagner, Schumann und Wolf in Salzburg vorgestellt. Im Konzert-, Oratorien- und Liedbereich sang Franz Grundheber zahlreiche Konzerte unter Herbert von Karajan, Kurt Masur, Seiji Ozawa, Colin Davis, Giuseppe Sinopoli, Claudio Abbado und Semyon Bychkov, um nur einige zu nennen.