Carlos Krause
Der gebürtige Hamburger Carlos Krause begann zunächst eine Lehre als Schiffsmakler, bevor er 1956 von Günther Rennert als Einspringer an die Hamburgische Staatsoper engagiert wurde und erst danach zielgerichtet eine Gesangsausbildung aufnahm. Nach sieben Jahren im Chor der Hamburgischen Staatsoper war Carlos Krause bis 1964 als Seriöser Bass in Kaiserslautern engagiert. 1968 kam er nach Mainz und 1975 an die Oper Frankfurt. Hier blieb er bis 2001 Ensemblemitglied, wurde 1993 zum Kammersänger ernannt und war über 2001 hinaus als Gast zu erleben. So wirkte er in den Frankfurter Neuproduktionen von „Il trittico“ (Puccini) und „Billy Budd“ (Britten) mit. Außerdem gastierte er 2005 an der Deutschen Oper Berlin in „La Fanciulla del West“ (Puccini), „Lulu“ (Berg) und als Geronte de Ravoir in Puccinis „Manon Lescaut“, eine Partie, die er auch an der Bayerischen Staatsoper München sang. Über 300 Partien hat er in seiner langen künstlerischen Laufbahn gesungen und dabei mit zahlreichen namhaften Regisseuren wie Walter Felsenstein, Adolf Dresen, Johannes Schaaf, Peter Mussbach, Hans Neuenfels und Ruth Berghaus sowie großen Dirigenten, darunter Joseph Keilberth, Hans Knappertsbusch, Lorin Maazel, Nikolaus Harnoncourt und Michael Gielen zusammengearbeitet.