Roland Aeschlimann
Roland Aeschlimann ist gebürtiger Schweizer. Nach seinem Studium in Basel begann er als Art Director in Japan, wo er die dortige Theaterkultur studierte und kennenlernte (Nô, Kabuki, Bunraku). Diese Zeit hat seine Auffassung von Architektur und Licht für theatralische Räume entscheidend geprägt. Weitere wichtige Impulse für seine Theaterarbeit erhielt er als Assistent bei den Bayreuther Festspielen durch den Bühnenbildner Josef Svoboda und bei Caspar Neher in Salzburg. Von 1976 an war Aeschlimann Ausstattungsleiter am Grand Théâtre de Genève und hat Ausstattungen für Opern und Ballette entworfen. Danach startete er eine internationale Karriere, die ihn an viele bedeutende Opernhäuser führte: Berlin, London, Brüssel, Paris, New York, Warschau, Leipzig, Stuttgart, Wien, um nur einige Stationen zu nennen. Wichtig war ihm die jahrelange Zusammenarbeit mit Herbert von Karajan. Auch als Regisseur hat sich Aeschlimann inzwischen einen Namen gemacht, so hat er u.a. „La Damnation de Faust“ (Berlioz) in Brüssel und „Parsifal“ (Wagner) in Genf inszeniert und ausgestattet. Für Wagners „Tristan und Isolde“ beim Glyndebourne Festival (beste Aufführung des Jahres 2004) und „Die Meistersinger von Nürnberg“ in Zürich entwarf er das Bühnenbild für Nikolaus Lehnhoff. Weitere Arbeiten waren u. a. „Luci mie traditrici“ (Sciarrino) und der mit dem Französischen Kritikerpreis ausgezeichneten „Orfeo“ (Monteverdi) in Brüssel, „La forza del destino“ (Verdi) in San Francisco, „Giasone“ (Cavalli) und „Nabucco” in Frankfurt, „Manon“ (Puccini) und „Mazeppa“ (Tschaikowsky) in Karlsruhe, die Uraufführung „Der Alte vom Berge“(Bernhard Lang) bei den Schwetzinger Festspielen in Koproduktin mit dem Theater Basel, „Belsazzar“ (Händel) an der Berliner Staatsoper und beim Festival Aix-en-Provence, „Daphnis und Chloë“ (Ravel) beim Maggio Musicale Florenz und „La Scala di Seta“ (Rossini) in Mannheim. 2009/10 entwarf er in Dresden das Bühnenbild zu Henzes „L‘Upupa“ und bei der Münchener Biennale in Kooperation mit den Theatern Basel und Aachen die Bühne zu Philipp Maintz‘ Uraufführung „Maldoror“. An der Deutsche Oper am Rhein gestaltete er zuletzt die Bühne zu Christof Nels Inszenierung von Maurizio Kagels „TheaterKonzert“ (in Kooperation mit der Ruhrtriennale) und zu Schönbergs „Moses und Aron“.