András Fricsay Kali Son
Der in Ungarn geborene András Fricsay ist der Sohn des Dirigenten Ference Fricsay. Er studierte Bildende Kunst in Genf, bevor er sich entschloss, Schauspieler zu werden. Nach begonnener Ausbildung am Max-Rheinhardt-Institut Berlin begann er, als Schauspieler zu arbeiten. Engagements hatte er u.a. in Bremen, Leipzig, Dresden, Mannheim, Berlin, Hamburg, und an den Münchner Kammerspielen. Große Erfolge feierte er mit seiner 1979/80 gegründeten Theatergruppe „Die Zauberflöte“. András Fricsay war in über 50 Film- und Fernsehrollen zu sehen, darunter „Der Alte“, „Tatort“, „Derrick“. Sein Debüt als Opernregisseur gab er 1974 in Frankfurt a. M. mit Mozarts „Così fan tutte“. Es folgten Regiearbeiten am Bayerischen Staatsschauspiel München. Von 1989/90 bis 1992 war Fricsay Oberspielleiter am Schauspiel Bremen. Seither ist er als freier Regisseur und Schauspieler für Musiktheater, Schauspiel und Film tätig. Gastinszenierungen führten ihn u.a. an das Residenztheater München, nach Bonn, Dresden und Leipzig, ans Nationaltheater Mannheim, nach Wiesbaden („Der Sturm“, „Don Carlos“) und das Deutsche Theater Berlin („Die Physiker“). 1994 inszenierte er die Musical-Spektakel-Tour „Tabaluga und Lilli“ von und mit Peter Maffay, wofür er 1999 das Tabaluga-Theater in Oberhausen entwarf. Für die Deutsche Oper am Rhein inszenierte er „Die Entführung aus dem Serail“ sowie „L’elisir d’amore“.