Bruno Taddia
Der italienische Bariton Bruno Taddia erhielt ein Violin-Diplom am Konservatorium in Genua, bevor er am Conservatorio Giuseppe Verdi in Mailand ein Gesangsstudium absolvierte, das er mit Meisterkursen bei Paolo Montarselo abrundete. Nach seiner Teilnahme an der „Accademia Rossiniana“ bei Alberto Zedda, debütierte er 2001 beim Rossigni-Festival in Pesaro als Don Alvaro in Rossinis „Il viaggio a Reims“. Nachdem Bruno Taddia den internationalen Wettbewerb der Assoziatione Lirica e Concertistica Italiana für seine Rolle des Taddeo in Rossinis „L'italiana in Algeri“ gewonnen hatte, wurde er an zahlreiche italienische Opernhäuser engagiert, u.a. ans Teatro Comunale in Bologna, das Teatro dell’Opera und die Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom und die Scala di Milano, an der er 2004 als Cimarosas „Il maestro di capella“ debütierte. Ab 2004 gastierte er europaweit an Häusern wie dem Gran Teatro del Liceu Barcelona, dem Teatro Nacional de São Carlos in Lissabon, der Semperoper Dresden, der Deutschen Oper Berlin und der Deutschen Oper am Rhein. Zu Bruno Taddias Rollen gehören neben zahlreichen Rossini-Partien wie Figaro („Il barbiere di Siviglia“), Prodoscimo („Il turco in Italia”) und Don Pomponio („La Gazzetta“) auch die großen Buffo-Rollen Donizettis wie Dulcamara in „L'elisir d'amore“ oder Dandini in „La cenerentola“. Auch in Mozart-Opern und als Puccinis „Gianni Schicchi“, den er u.a. in Genua und München interpretierte feiert er international Erfolge. Als Ping in Puccinis „Turandot“ debütierte er an der Metropolitan Opera in New York. Bruno Taddia arbeitet regelmäßig mit Dirigenten wie Riccardo Muti, Roberto Abbado, Alberto Zedda oder Maurizio Barbacini.
An der Deutschen Oper am Rhein gastiert Bruno Taddia in der Saison 2009/10 wieder als Prodoscimo in Tobias Richters Inszenierung von „Il turco in Italia”.