Jörg Weinöhl
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Im Alter von achtzehn Jahren begann Jörg Weinöhl seine Ballettausbildung an der John Cranko Schule in Stuttgart. Bereits während dieser Zeit tanzte er in Aufführungen des Stuttgarter Balletts. Nach seinem Abschluss wurde er von Marcia Haydée in dieses Ensemble verpflichtet und war in Werken von John Cranko, George Balanchine, William Forsythe, Jiří Kylián, Hans van Manen, Nacho Duato, Uwe Scholz, Stephan Thoss und Daniela Kurz zu sehen. 1996 verließ er die Compagnie, um nach Bern zu Martin Schläpfer zu gehen. Dort verkörperte er u. a. die Rolle des Todes in Kurt Jooss‘ „Der grüne Tisch“, die er in Mainz, wohin er 1999 mit Martin Schläpfer wechselte, erneut mehrmals interpretierte. Er tanzte in Choreographien von Stijn Celis, Nils Christe, Philipp Egli, Paul Lightfoot und Sol León, Hans van Manen, Gisela Rocha und Antony Tudor. Mit Martin Schläpfer schuf er in dessen Balletten zahlreiche und herausragende Rollen. Mit dem von ihm selbst interpretierten Solo-Abend „Das Wissen der Nacht“ kreierte er 2009 sein erstes eigenes abendfüllendes Tanzstück am Staatstheater Mainz. In wandelnden Perspektiven überlagern sich darin Mythos, Märchen und zeitgenössische Texte in einem Wechselspiel von Tanz und gesprochenem Wort. In enger und intensiver Zusammenarbeit mit der Komponistin Isabel Mundry entstand das szenische Konzert „Nicht ich – über das Marionettentheater von Kleist“. Die Uraufführung fand im Juni 2011 in Thun statt. Folgeaufführungen mit dem ensemble recherche, dem Vokalensemble Zürich und der Sopranistin Petra Hoffmann erlebte das Stück an so unterschiedlichen Orten wie der Tonhalle Zürich, dem Museum Rüsselsheim, der Biennale für Musiktheater in Lyon und der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. Für seine Darstellung in diesem Stück wurde Jörg Weinöhl für den Theaterpreis Der Faust 2012 nominiert. Die Kritikerumfragen 2006, 2009 und 2011 der Zeitschrift tanz nannten Jörg Weinöhl in der Kategorie „Tänzer des Jahres“. In der Zeitschrift Theater pur war er 2010 und 2011 als „bester Tänzer“ nominiert. Im Winter 2011 entwickelte er für die Kunsthalle Düsseldorf die interaktive Tanzinstallation „Gestaltete Zeit des Verweilens“. Seit 2009 tanzt Jörg Weinöhl im Ballett am Rhein in Düsseldorf Duisburg. In dieser Spielzeit begeht er sein zwanzigjähriges Bühnenjubiläum.


At the age of eighteen Jörg Weinöhl began his ballet training at the John Cranko School in Stuttgart. During this period he was already dancing in performances of the Stuttgart ballet company. After completing training Marcia Haydée engaged him for the company and he appeared in works by John Cranko, George Balanchine, William Forsythe, Jiří Kylián, Hans van Manen, Nacho Duato, Uwe Scholz, Stephan Thoss and Daniela Kurz. In 1996 he left the company to go to Martin Schläpfer in Bern. Among his appearances there was the rôle of Death in the “Green Table” of Kurt Jooss; he repeated this later often for Martin Schläpfer, whom he joined on the latter’s move to ballettmainz. In Mainz he also danced in choreographies by Stijn Celis, Nils Christe, Philipp Egli, Paul Lightfoot and Sol León, Hans van Manen, Gisela Rocha and Antony Tudor. In numerous works by Martin Schläpfer himself he created many distinguished new rôles. In 2009 he created “Das Wissen der Nacht” at the State theatre in Mainz, his first full-length choreography, in which he danced the solo rôle himself. This work demanded in varying perspectives overlapping elements of myth, fairy-tale and modern texts in mutual exchange between spoken words and dance. He evolved, in close, intensive co-operation with composer Isabel Mundry, the scenic concert “Nicht ich – über das Marionettentheater von Kleist”, which was given its world première in Thun in June 2011, followed by further stagings with the ensemble recherche, the Zürich Vocal Ensemble and soprano Petra Hoffmann at various venues as widely ranging as the Zürich Tonhalle, the Rüsselsheim Museum, the Music-Theatre Biennale in Lyon and Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf. For his performance in this piece Jörg Weinöhl was awarded the 2012 “Der Faust” theatre prize and was cited by “tanz” magazine’s critical jury in 2006, 2009 and 2011 as “Dancer of the Year”. He was also nominated “Best Dancer” by the magazine “Theater pur” in 2010 and 2011. For the Düsseldorf Kunsthalle in the winter of 2011 he devised the interactive dance installation “Gestaltete Zeit des Verweilens”. Since 2009 Jörg Weinöhl has been dancing for Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg, and will celebrate his twenty-year jubilee on stage in this season.