Deborah Polaski
Die amerikanische Sopranistin Deborah Polaski zählt zu den weltweit bedeutendsten dramatischen Sopranen unserer Zeit und ist an allen großen Opern- und Konzertbühnen der Welt zu hören. Unmittelbar nach ihrem Studium kam die in Wisconsin geborene Sängerin nach Deutschland und debütierte in Gelsenkirchen als Senta in Wagners „Der fliegende Holländer“. Die großen Frauenfiguren in Wagners Werken stehen bis heute im Mittelpunkt ihres Wirkens stehen. Nach mehreren Engagements an verschiedenen deutschen Bühnen gelang ihr mit ihrem Debüt als Brünnhilde in Harry Kupfers Bayreuther „Ring“-Inszenierung unter der Leitung von Daniel Barenboim der internationale Durchbruch. Von 1988 bis 1998 schrieb Deborah Polaski Geschichte bei den Bayreuther Festspielen, wo sie die Brünnhilde öfter als jede andere Sopranistin der nachkriegszeitlichen Festspielgeschichte verkörperte. Neben den weiteren großen Wagnerpartien wie Kundry („Parsifal“) oder Isolde („Tristan und Isolde“) liegt ein weiterer künstlerischer Schwerpunkt auf den dramatischen Partien in Richard Strauss´ Werken. Ihre einzigartige Interpretation der „Elektra“ gestaltet Deborah Polaski seit Jahren mit vielen der bedeutendsten Dirigenten, Orchester und Regisseure. Die meisten ihrer Wagner und Strauss´ Partien sind auf zahlreichen CD-Einspielungen dokumentiert. Weitere wichtige Rollen ihres umfangreichen Repertoires sind in den letzen Jahren die Küsterin in Janáčeks „Jenufa“, Marie in Bergs „Wozzeck“ und – seit ihrem Debüt bei den Salzburger Festspielen im Sommer 2000 – Didon und Cassandre in Berlioz' „Les Troyens“. Zuletzt war sie u.a. als Gräfin Geschwitz in Bergs „Lulu“ an der Berliner Staatsoper, als Mme. de Croissy in Poulencs „Dialogues des Carmélites“ im Theater an der Wien und Kabanicha in Janáčeks „Katja Kabanova“ an der Wiener Staatsoper zu erleben. Deborah Polaski gastiert regelmäßig in Opern- und Konzerthäusern u.a. in Amsterdam, Barcelona, Berlin, Dresden, Hamburg, London, Zürich und Mailand sowie der New Yorker Metropolitan Opera und in der Carnegie Hall. Seit einigen Jahren widmet sich Deborah Polaski eingehend dem Liedgesang. An der Staatsoper Berlin gab sie einen Liederabend zusammen mit Daniel Barenboim. Zusammen mit ihrem Begleiter Charles Spencer ist sie seit 1997 mit Liederabenden in Barcelona, Bonn, Bordeaux, Lissabon und London, am Théâtre de Châtelet in Paris, in Straßburg, Tokio und bei den Wiener Festwochen sowie in Nancy zu erleben.