Christof Loy
Christof Loy studierte Regie an der Folkwang Hochschule in seiner Heimatstadt Essen sowie Philosophie, Kunstgeschichte und italienische Philologie in München. Seit er 1990 als freischaffender Opern- und Schauspielregisseur begann, gelang ihm eine außerordentliche Karriere zu einem heute international gefragten Regisseur. Er begann seine Laufbahn an den Theatern in Stuttgart, Freiburg und an den Münchner Kammerspielen. Es folgten Musiktheaterproduktionen in Bremen, Bonn, Graz sowie verschiedene Inszenierungen am Théâtre Royal de la Monnaie Brüssel – etwa „Le nozze di Figaro“ (1998), „Die Entführung aus dem Serail“ (1999), „Eugen Onegin“, „Der Rosenkavalier“ (2001), „La Bohème“ (2002). Christof Loy ist regelmäßig zu Gast an der Hamburgischen Staatsoper, an der Oper Frankfurt und an der Bayerischen Staatsoper München, wo er zuletzt Henzes „Bassariden“ und „Lucrezia Borgia“ von Donizetti inszenierte. Seit 1997 ist er ebenso mit der Deutschen Oper am Rhein verbunden (u.a. Massenet „Manon“, Verdi „Don Carlo“, Offenbach „Les Contes d’ Hoffmann, Mascagni/Leoncavallo „Cavalleria rusticana/Pagliacci“, Monteverdi-Zyklus, Berlioz „Les Troyens“, Offenbach „La belle Hélène“, Mozart „Lucio Silla“, Charpentier „Louise“). Er inszenierte beim Glyndebourne Festival (Gluck „Iphigenie en Aulide“), bei den Salzburger Festspielen (Haydn „Armida“, Händel „Theodora“, Strauss „die Frau ohne Schatten“), am Royal Opera House Covent Garden in London (Strauss „Ariadne auf Naxos“, Berg „Lulu“, Wagner „Tristan und Isolde“), an der Oper Göteborg (Strauss „Arabella“), am Königlichen Theater Kopenhagen (Mozart „Lucio Silla“), am Theater an der Wien (Händel „Giulio Cesare in Egitto“, Strauss „Intermezzo“, Henze „Der Prinz von Homburg“), am Schauspielhaus Zürich „Der Tausch“ von Paul Claudel, in Genf „La donna del lago“ (Rossini) und „Die lustige Witwe“ (Lehár) und beim Festival in Aix-en-Provence 2010 Glucks „Alceste“. Christof Loy erhielt 2001 den Musikpreis der Stadt Duisburg und für die Londoner Inszenierung von Strauss’ „Ariadne auf Naxos“ die Nominierung zum Lawrence-Olivier-Award. 2010 erhielt er ihn für seine Interpretation von Wagners „Tristan und Isolde“ an der Royal Opera Covent Garden. 2003, 2004 und 2008 wurde er von den Kritikern der Zeitschrift Opernwelt zum Regisseur des Jahres gewählt. 2008 erhielt er außerdem den Faust-Preis für seine Frankfurter Inszenierung von Mozarts „Così fan tutte“. Von 2006 bis 2008 übernahm Christof Loy eine Professur und die Leitung des Studiengangs Regie an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt.