Robert Carsen
Der kanadische Regisseur Robert Carsen absolvierte zunächst eine Ausbildung als Schauspieler an der York University in Toronto und an der Old Vic Theatre School im englischen Bristol, bevor er an der Glyndebourne Festival Opera sein Debüt als Regisseur gab. Es folgten zahlreiche Engagements an international renommierte Bühnen und Festivals. So arbeitete Carsen u.a. für die Opéra National de Paris, die Scala di Milano, das Teatro La Fenice Venedig, die Nederlandse Opera Amsterdam, die Metropolitan Opera, die Vlaamse Opera Antwerpen, den Maggio Musicale Fiorentino sowie für das Festival in Aix-en-Provence und die Salzburger Festspiele. An der Oper Köln inszenierte er Wagners „Ring“-Tetralogie und einen Janáček-Zyklus. Carsens Operninszenierungen wurden vielfach preisgekrönt, u.a. zweimal mit dem Premio Abbiati (für Poulencs „Dialogues des Carmélites“ an der Mailänder Scala und Beethovens „Fidelio“ beim Maggio Musicale Fiorentino), dem französischen „Prix de la Critique“ (für Brittens „A midsummer night’ s dream“) und weiteren Kritikerpreisen in England, Frankreich und Deutschland. 1996 wurde er von der französischen Regierung zum „Chevalier des Arts et des Lettres“ ernannt. An der Deutschen Oper am Rhein war in der Saison 2006/07 Robert Carsens Inszenierung von Giorgio Battistellis Oper „Richard III“ zu sehen sowie „Madame Butterfly“ und „La Bohème“ aus seinem Antwerpener Puccini-Zyklus.