• Don Carlo © Hans Jörg Michel
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Giuseppe Verdi

Don Carlo

13. Februar 2016 - 02. April 2016

VORGESCHICHTE

Durch eine Heirat der Prinzessin von Frankreich, Elisabeth von Valois, mit dem spanischen Infanten, Don Carlos, sollte der Frieden zwischen den beiden Weltmächten besiegelt werden. Im Wald von Fontainebleau begegneten sich beide zum ersten Mal und verliebten sich auch ineinander. Doch schließlich wurde beschlossen, dass Elisabeth aus Gründen der Staatsräson nicht Carlos, sondern seinen Vater, Philipp II., heiraten sollte. Damit wurde sie zu Carlos’ Stiefmutter.


AKT I

Mönche tragen den Leichnam Karls V. zu Grabe. Der Vater Philipps II. hatte die Regie-rungsgeschäfte seinem Sohn übergeben und seine letzten Lebensjahre als Mönch im Kloster verbracht.

Sein Enkel Don Carlo erträgt nicht, dass Elisabeth seinen Vater heiratet und er sie nicht mehr lieben darf. Nur der Himmel verheißt ihm noch Erlösung aus seinem Alptraum.
Sein Freund Rodrigo, Marquis von Posa, soeben von einer Reise durch die niederländischen Provinzen zurückgekehrt, reißt ihn aus seiner Depression. Er versucht, Carlos von der Idee eines gemeinsamen Freiheitskampfes für Flandern zu begeistern. Der Infant soll seinen Vater bitten, ihm die Herrschaft über die Provinzen zu übertragen. Carlos, der nur noch aus Spanien fliehen möchte, willigt ein. Er und Rodrigo geloben einander Freund-schaft bis in den Tod.

Prinzessin Eboli genießt mit den Hofdamen ihre freie Zeit in den Gemächern der Königin und singt ein – am Hofe verbotenes – orientalisches Schleierlied. Als Elisabeth von Valois erscheint, ändert sich die ausgelassene Stimmung. Plötzlich taucht auch Marquis Posa auf und überreicht der Königin heimlich ein Billet, in dem Carlos um ein Gespräch mit seiner Stiefmutter bittet. Rodrigo drängt sie, dem unglücklichen Carlos eine Audienz zu gewäh-ren. Eboli, heimlich in Carlos verliebt, interpretiert dies hoffnungsvoll als Indiz seiner Ge-genliebe.

Elisabeth willigt ein und empfängt Don Carlos allein. Dieser kann seine Gefühle für sie nicht unterdrücken, er gesteht ihr erneut seine Liebe. Als sie ihm die Ausweglosigkeit der Situation bewusst macht, läuft er davon.

Philipp II. ist überrascht, seine Frau allein vorzufinden und verbannt die französische Hofdame, die nach strengem Hofprotokoll immer in der Nähe der Königin zu sein hat.

Nachdem alle den Raum verlassen haben, hält Philipp II. Marquis Posa zurück. Als dieser die Möglichkeit hat, mit dem Herrscher offen zu sprechen, berichtet er von der Grausam-keit des spanischen Regimes in den Niederlanden. Trotz dieser scharfen Kritik zeigt der König große Sympathie für den Idealisten und macht ihn zu seinem engsten Berater. Er vertraut ihm an, dass er seine Frau verdächtigt, ein Verhältnis mit seinem Sohn zu haben. Posa soll beide beobachten. Der König warnt seinen neuen Vertrauten außerdem dem Großinquisitor.


AKT II

Prinzessin Eboli hat Carlos mit einem anonymen Schreiben zu einem mitternächtlichen Rendezvous geladen. Don Carlos glaubt, dass der Brief von Elisabeth ist und empfängt stürmisch die Verschleierte. Zu spät erkennt er Eboli. Diese durchschaut die wahren Zu-sammenhänge und schwört, sich an Carlos und der Königin zu rächen. Auch Rodrigo kann sie nicht davon abbringen, zunächst will er die Prinzessin umbringen, lässt sie aber schließlich gehen. Posa sucht nach einem Ausweg und bittet Carlos um alle Briefe und Papiere, die ihn als politischen Aufrührer, aber auch als mutmaßlichen Geliebten der Kö-nigin belasten könnten.

Man feiert die öffentliche Hinrichtung von Gefangenen durch die kirchliche Inquisition – das Autodafé. Plötzlich unterbricht Don Carlos mit Abgesandten aus Flandern das Fest und brüskiert den König vor dem versammelten Hofstaat und allen Kirchenvertretern. Man hält ihn für wahnsinnig. Don Carlos drängt seinen Vater, ihm die Provinzen anzuvertrauen und bedroht ihn schließlich in aller Öffentlichkeit mit seiner Waffe. Rodrigo entwaffnet ihn und lässt damit den Aufstand scheitern. Die Flamen werden verbrannt.


AKT III

Philipp II. erhält von Eboli die Schmuckschatulle seiner Frau. Hierin findet er das Porträt seines Sohnes. Der König leidet unter seinem Scheitern als Ehemann und Vater, aber auch unter seiner Ohnmacht gegenüber der katholischen Kirche.

Dennoch holt er bei dem Großinquisitor den Rat ein, ob es einem Vater gestattet sei, sei-nen Sohn zu töten. Dieser erteilt ihm hierfür seine Absolution, doch fordert er selbst die Auslieferung Marquis Posas, der eigentlichen Zentralfigur des Aufstandes.

Elisabeth hat den Raub ihrer Schatulle bemerkt und fordert vom König Gerechtigkeit. Er bezichtigt sie des Ehebruchs und als sie sich verteidigt, verliert er die Fassung. Er schlägt seine Frau, die ohnmächtig zu Boden geht. Anschließend ruft er Marquis von Posa und Eboli zur Hilfe. Rodrigo beschließt, alle Verdachtsmomente von Carlos auf sich zu lenken und damit den Freund zu retten. Eboli gesteht Elisabeth, dass sie aus Eifersucht dem König die Schatulle ausgeliefert hat. Die Königin verbannt sie ins Kloster. Die wenigen Stunden, die Eboli bis zur Abreise bleiben, will sie nutzen, um Carlos’ Leben zu retten.

Rodrigo besucht Carlos im Gefängnis, um sich von ihm zu verabschieden. Er selbst wird nun als Hochverräter von der Inquisition gesucht. In Carlos’ Armen treffen Rodrigo die Kugeln der Mörder. Sterbend kann er seinem Freund noch mitteilen, dass Elisabeth ihn am folgenden Tag zu einem letzten Gespräch erwarte.

Philipp II. will Frieden mit seinem Sohn schließen, doch dieser klärt ihn darüber auf, dass der Marquis sich für ihn geopfert habe. Inzwischen hat Eboli den Hofstaat aufgewiegelt, das Gefängnis zu stürmen. Alle fordern, den Infanten zu sehen. Der Großinquisitor kommt dem König zu Hilfe und zwingt das Volk in die Knie. Carlos kann entkommen.


AKT IV

Elisabeth wartet am Grab Karls V. auf Carlos. Als er erscheint, fordert sie ihn eindringlich auf, Rodrigos letzten Willen zu erfüllen und Flandern zu befreien. Ein gemeinsames irdi-sches Zusammenleben ist für beide unmöglich, sie nehmen Abschied. Doch der König und der Großinquisitor beobachten das Zusammentreffen. Philipp II. tötet seinen Sohn. Die Stimme Karls V. ertönt und verheißt Erlösung von allem irdischen Leiden im Tod.
Kritik in der Rheinischen Post auf www.rp-online.de

Kritik im Opernfreund unter www.deropernfreund.de

Kritik in düsseldorf queer unter www.duesseldorf-queer.de


Erlebte Oper: Das sagen unsere Opernscouts

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