Theater Duisburg

Gebäude

Zuschauerraum im Theater Duisburg | 2009 Hans Jörg Michel

Theater Duisburg – Historischer Prachtbau an der Stirnseite des neuen König-Heinrich-Platzes


Zentral am Opernplatz gelegen, nur ein paar Schritte von der Königstraße, zählt das Theater zu den markantesten Bauwerken der Stadt Duisburg. Die strahlend weiße Vorderfront erinnert an Tempeleingänge der Antike. Über sechs ionischen Säulen ruht der Dreiecksgiebel, auf dem in großen Lettern ein Zitat von Friedrich Schiller aus der „Huldigung der Künste“ zu lesen ist -

Mit allen seinen Tiefen seinen Höhen
Roll ich das Leben ab vor deinem Blick,
Wenn du das große Spiel der Welt gesehen
So kehrst du reicher in dich selbst zurück

Prof. Martin Dülfer war der Architekt des Duisburger Theaters, das 1912 eröffnet wurde. Auf das Parkett und vier Ränge verteilten sich 1.652 Plätze. Der Spielplan bot Opern- und Theateraufführungen verschiedener Ensembles, bevor es 1942, unmittelbar nach einer „Tannhäuser“-Vorstellung, durch einen Luftangriff zerstört wurde. Es folgten provisorische Aufführungen im Mercator-Film-Palast, im Thyssen-Casino, in der Mülheimer und Rheinhauser Stadthalle, bevor das Theater 1943 nach Prag evakuiert wurde.
Erst 1950 ging die erste Vorstellung im wieder aufgebauten Haus über die Bühne.
1970 erfolgten ein Umbau und die Renovierung des Zuschauersaals, der heute 1.118 Besuchern Patz bietet. Kleinere Aufführungen und Konzerte finden im Opernfoyer statt, das als beliebter Pausentreffpunkt vom Stil der 50 er Jahre geprägt ist. Raum für außergewöhnliche Theaterproduktionen bietet das Foyer III unter dem Dach des Gebäudes.
Pro Spielzeit werden auf der großen Bühne mehr als 100 Opern- und Ballettaufführungen der Deutschen Oper am Rhein gezeigt. Hinzu kommen zahlreiche Gastspiele von Schauspielhäusern in Nordrhein-Westfalen und das Kulturfestival „Duisburger Akzente“. Schräg gegenüber, in der Philharmonie Mercatorhalle, konzertieren die Duisburger Philharmoniker. Im Duisburger Süden, im Stadtteil Wanheimerort, erhielt die Deutsche Oper am Rhein 2002 ein neues Produktionszentrum. Hier sind zwei große Probebühnen und die Theaterwerkstätten – Schlosserei, Tischlerei, Malsaal und Dekorationswerkstatt – untergebracht.

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