Opernhaus Düsseldorf

Gebäude

Opernhaus Düsseldorf, Detailsansicht der Fassade | (c) Hans-Jörg Michel

Opernhaus Düsseldorf – Charmantes Juwel aus den 50 er Jahren am Rande der Altstadt


Poetisch betrachtet ist es der Rhein, der das Düsseldorfer Opernhaus und das Theater in Duisburg miteinander verbindet. Im praktischen Leben sind es Theaterbusse, Transporter und Sattelschlepper, die zwischen beiden Standorten der Deutschen Oper am Rhein verkehren und Künstler, Kostüme und Kulissen an den Ort bringen, wo die nächste Probe oder Aufführung stattfindet. Seit ihrer Gründung im Jahre 1956 existiert die Deutsche Oper am Rhein als Theatergemeinschaft. Vergleichbare Bühnenmaße erlauben es, die Opern- und Ballettproduktionen sowohl im Düsseldorfer Opernhaus als auch im Theater der Stadt Duisburg zu zeigen.

Das Düsseldorfer Opernhaus an der Heinrich-Heine-Allee besitzt einen attraktiven Standort am Rande der Altstadt, direkt zwischen Hofgarten und Königsallee, und ist fußläufig von der Rheinpromenade zu erreichen.
Hier wurde 1875 nach Plänen des Architekten Ernst Giese das neue Stadttheater eröffnet. Der dem italienischen Renaissancestil nachempfundene Bau mit seinem runden Vorderhaus und 1.260 Sitzplätzen hatte Ähnlichkeit mit anderen repräsentativen Theatergebäuden wie der Semperoper in Dresden.
Durch zwei Luftangriffe wurde das Theater 1943 stark beschädigt. Nach dem Krieg folgte eine Zeit der Provisorien, bis das Opernhaus Mitte der 50er Jahre sein heutiges Gesicht erhielt.

Weitreichende Umbaumaßnahmen nach Plänen der Architekten Julius Schulte Frohlinde (1894 – 1968), Paul Bonatz (1877 – 1956) und Ernst Huhn (1894 – 1964) sollten die hastigen Reparaturen der Kriegszeiten korrigieren und das Erscheinungsbild des Opernhauses neu definieren. Das Vorderhaus mit der schlichten Fassade, den schön geschwungenen Treppen des Foyers und zahlreichen Stilelementen der 50er Jahre steht heute unter Denkmalschutz.
Zwischen 2006 und 2007 veranlasste die Stadt Düsseldorf eine umfangreiche Sanierung des Opernhauses. Die Bühnentechnik aus dem Jahre 1955 wurde durch eine präzise zu steuernde Anlage ersetzt. Auch Gebäude-, Arbeits- und Sicherheitstechnik sind nun auf dem neuesten Stand. Sichtbar erweitert wurde das Haus durch einen lichtdurchfluteten Orchester- und Ballettprobensaal. Er öffnet sich mit einer zehn Meter breiten, acht Meter hohen Glasfassade zum Hofgarten und zur Königsallee. Maximal 1.296 Besucher fasst der Saal heute. Im Kellerterrain darunter erstreckt sich der rund 50.000 Kostüme umfassende Fundus – eine Attraktion bei jeder Führung durch das Opernhaus.

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