DEATH IN VENICE Raymond Very (Gustav von Aschenbach); |  | Niederrhein-Therme, Duisburg. Foto: Hans Jörg Michel
Death in Venice
Benjamin Britten
Premiere
Dauer: ca. 3 Stunden, eine Pause
Termine
Opernhaus Düsseldorf
Juni 2014
Sa  |  14.06.  | 19:30  Abo. 21 Online Tickets: 17,10 - 81,50 €
Mi  |  18.06.  | 19:30  Abo. 30+40 Online Tickets: 16,80 - 75,10 €
Fr  |  20.06.  | 19:30  Abo. 12 Online Tickets: 16,80 - 75,10 €
So  |  22.06.  | 15:00  Abo. 25 Online Tickets: 14,50 - 67,50 €
So  |  29.06.  | 18:30  Abo. 2 Online Tickets: 14,50 - 67,50 €
Theater Duisburg
Juli 2014
Fr  |  04.07.  | 19:30  Online Tickets: 18,10 - 62,80 €
So  |  06.07.  | 18:30  Abo. C Online Tickets: 16,10 - 56,00 €

Dauer: ca. 3 Stunden, eine Pause
Gustav von Aschenbach sieht sich seinem Erfolg als Schriftsteller nicht mehr gewachsen. Auf einem Spaziergang über einen Münchner Friedhof gibt ihm ein Fremder den Rat, in den Süden zu reisen. In Venedig angekommen sieht er sich nicht nur mit einer Reihe seltsamer Gestalten konfrontiert, die er als Vorboten des Todes interpretiert, sondern lässt sich von einem Jungen, der mit seiner Familie im gleichen Hotel am Lido Urlaub macht, immer weiter in Bann ziehen. In Tadzio meint Aschenbach eine Vollkommenheit zu erkennen, um die er als Schriftsteller bislang vergeblich gerungen hat. Als Zuschauer und Anbetender gibt er sich ganz seiner Zuneigung hin, die sich immer mehr ins Dionysisch-Rauschhafte steigert. Als die Cholera ausbricht, wird Venedig zu einem Ort des Todes. Am Strand sieht Aschenbach Tadzio und seinen Freunden ein letztes Mal beim Spielen zu.

Mit Thomas Manns Novelle nahm sich Benjamin Britten (1913–1976) für sein letztes, 1973 uraufgeführtes Opernwerk ein Stück Weltliteratur vor und schuf in seiner unverwechselbaren Klangsprache ein Schlüssel- und Alterswerk. Bilder innerer Gefangenheit und brennender Sehnsucht spiegeln sich in der labyrinthischen Atmosphäre Venedigs mythenmächtig wider. Dem Schriftsteller Aschenbach stellt Britten sechs geradezu mephistophelische Gegenspieler in einer Sänger-Gestalt gegenüber, die mal als Reisender, mal als ältlicher Geck, Gondoliere, Hotelmanager, Friseur oder Straßensänger erscheint, um sich schließlich als Stimme des Gottes Dionysos zu entlarven. Tadzio und seine Familie werden dagegen von Tänzern interpretiert und so auf raffinierte Weise von der gesungenen Aktion getrennt. Mit einer sparsamen, aber äußerst feinsinnigen Instrumentierung, in der die nur von Klavier begleiteten Selbstgespräche Aschenbachs in starkem Kontrast zu den lyrischen Ausbrüchen des Orchesters stehen, findet Britten zu einer bewegenden Ausdruckstiefe.

Mit „Death in Venice“ findet der Britten-Zyklus der Deutschen Oper am Rhein seinen Abschluss – wie „Peter Grimes“, „Billy Budd“ und „The Turn of the Screw“, die anlässlich des 100. Geburtstags des Komponisten als Trilogie im November 2013 im Opernhaus Düsseldorf zu erleben sind, inszeniert von Immo Karaman und seinem Team.
 
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Benjamin Britten
DEATH IN VENICE

Oper in zwei Akten
Libretto von Myfanwy Piper nach der Novelle „Der Tod in Venedig“ von Thomas Mann

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In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
 

Musikalische Leitung Lukas Beikircher
Inszenierung Immo Karaman
Bühne Kaspar Zwimpfer
Kostüme Nicola Reichert
Chorleitung Christoph Kurig
Choreographie Fabian Posca
Dramaturgie Sonja Westerbeck
 
Gustav von Aschenbach Raymond Very
Der Reisende Peter Savidge
Die Stimme Apollos Yosemeh Adjei
Junger Mann / Hotelportier Florian Simson
Junger Mann / Hotelkellner / Bootsmann am Lido / Kellner Attila Fodre
Junger Mann / Fremdenführer / Priester / Clerk im englischen Reisebüro Torben Jürgens
Straßensängerin / Erdbeerverkäuferin / Spitzenverkäuferin Alma Sadé
Straßensänger / Junger Mann / Gondoliere / Glasbläser Cornel Frey
Englische Lady / Spitzenverkäuferin / Erdbeerverkäuferin (alt) Hagar Sharvit
Mutter Bettina Fritsche
Amme Elodie Lavoignat
Schwester Victoria Wohlleber, Anna Maldonado, Franziska Angerer
Page / Faun Michael Kitzeder, Toralf Vetterick, Jochen Vogel
Amerikaner Bo-Hyeon Mun, Eduardo Koch-Buttelli / Eduardo Koch-Buttelli / Bo-Hyeon Mun
Junger Mann Cesar Dima, Franz-Martin Preihs, Ingmar Klusmann / Franz-Martin Preihs / Cesar Dima
Französische Mutter Claudia Hildebrand
Hotelgast Cornelia Maria Orendi, Elimar Köster, Klaus Walter, Martina Ramin / Martina Ramin / Klaus Walter / Elimar Köster / Cornelia Maria Orendi
Steward Dong-In Choi
Deutsche Mutter Elisabeth Adrian
Französisches Mädchen Helena Günther
Russische Kinderfrau Manuela Kunze
Bettlerin Ortwin Rave
Deutscher Vater / Gondoliere Ortwin Rave
Russischer Vater Romualdas Urbonas
Russische Mutter Sibylle Eichhorn
Dänische Lady Simone Klostermann
Pole Franz Klee
Orchester Düsseldorfer Symphoniker
 

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