Ballett am Rhein - b.23 | BILDIDEE und FOTO Gert Weigelt
b.23
Premiere
Dauer b.23: ca. 2 ¾ Stunden, zwei Pausen
Termine
Opernhaus Düsseldorf
März 2015
Sa  |  14.03.  | 19:30  Abo. 21 Online Tickets: 18,90 - 89,70 €
So  |  15.03.  | 18:30  Abo. 30+40 Online Tickets: 17,10 - 81,50 €
Do  |  19.03.  | 19:30  Abo. 15 Online Tickets: 17,10 - 81,50 €
Sa  |  21.03.  | 19:30  Abo. 24 Online Tickets: 17,10 - 81,50 €
Mi  |  25.03.  | 19:30  Abo. 50 Online Tickets: 17,10 - 81,50 €
Sa  |  28.03.  | 19:30  Abo. 23 Online Tickets: 17,10 - 81,50 €
April 2015
Mi  |  01.04.  | 19:30  Abo. 22 Online Tickets: 17,10 - 81,50 €
So  |  05.04.  | 18:30  Abo. 20 Online Tickets: 17,10 - 81,50 €
So  |  12.04.  | 15:00  Abo. 19 Online Tickets: 17,10 - 81,50 €
Juni 2015
So  |  21.06.  | 18:30  Abo. 7 Online Tickets: 17,10 - 81,50 €
Do  |  25.06.  | 19:30  Abo. 12 Online Tickets: 17,10 - 81,50 €

Dauer b.23: ca. 2 ¾ Stunden, zwei Pausen
... adónde vas, Siguiriya? – Capricho Flamenco (Uraufführung)
Brigitta Luisa Merki
„Zwischen schwarzen Schmetterlingen / Geht ein dunkelbraunes Mädchen / Neben einer weißen Schlange / Aus Nebel. / Erde wie Licht, / Himmel wie Erde … / Wohin gehst du, Siguiriya?“ – fragt Federico García Lorca in seinem Gedicht „El Paso de la Siguiriya“ das Mädchen, das zugleich den Namen jenes Gesanges aus dem so archaisch-tiefen und expressiven Cante Jondo trägt, der das Herzstück des Flamenco ist: „Der Cante Jondo singt immer in der Nacht, er hat nicht Morgen, nicht Abend, nicht Berge, nicht Ebenen. Er hat nur die Nacht, eine weite, profund bestirnte Nacht“, schreibt Lorca. „In der Siguiriya, dem vollendeten Gedicht der Tränen, weint die Melodie, wie die Verse weinen.“ Früher wurde die Siguiriya nur gesungen, heute wird sie auch getanzt und bleibt mit ihrer explosiven Kraft, voller Wut und Trauer, unduldsam und unversöhnlich an Grenzsituationen des menschlichen Lebens angesiedelt eine Herausforderung für jeden Tänzer.

„Was Flamencos en route zeigt, ist Flamenco vom Besten“, schrieb die Neue Zürcher Zeitung. Die renommierte Tanzcompagnie setzt sich aus herausragenden spanischen und internationalen Tanz- und Musikschaffenden zusammen und feiert 2014 mit einem umfangreichen Programm an vielen Orten in Europa ihr 30-jähriges Bestehen. Seit 1984 versteht es die Choreographin und Gründerin des Ensembles Brigitta Luisa Merki, die für die künstlerische Leitung zunächst ihre damalige Meisterin – die legendäre Tänzerin und Choreographin Susana – gewinnen konnte, Flamenco mit verschiedensten Kunstrichtungen und Gedankenströmungen zu verbinden. Dabei bricht sie immer wieder zu neuen Ufern auf, wie jetzt auch in ihrer ersten Zusammenarbeit mit dem Ballett am Rhein. Tänzer und Musiker von Flamencos en route werden in „… adónde vas, Siguiriya?“ auf Tänzer aus Martin Schläpfers Compagnie treffen und nach neuen künstlerischen Dialogen und intensiven poetischen Klangbildern suchen.

„Seine Bilder der Siguiriya könnten das Wesen des Flamenco, das Atmosphärisch-Magische dieser komplexen Kunstform nicht besser einfangen“, schreibt Brigitta Luisa Merki über Lorcas Gedicht, das ihr als Ausgangspunkt ihres neuen Tanzpoems dient – ein die Grenzen zweier höchst unterschiedlicher künstlerischer Ensembles überwindendes Capricho als „Lebendigkeit einer Idee, einer Laune, als Ausdrucksform unbegrenzter Fantasie, für das Dunkle ebenso wie für das Helle. Ein Spiel mit den Formen und Farben des Flamenco, der immer wieder auch Fremdes und Neues assimiliert, ohne sich selber assimilieren zu lassen.“
 
***
… ADÓNDE VAS, SIGUIRIYA?
CAPRICHO FLAMENCO
(Uraufführung)
Brigitta Luisa Merki

MUSIK Musikensemble Flamencos en route

***
Eine Kooperation zwischen Flamencos en route und dem Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg
 

Choreographie und Bühne Brigitta Luisa Merki
Kostüme Carmen Perez Mateos
Licht Thomas Diek
 
Tanzcompagnie Flamencos en route Carmen Iglesias, Raquel Lamadrid, Eloy Aguilar, Alvise Carbone, Ricardo Moro
Musikensemble Flamencos en route Juan Gomez, Pascual de Lorca, Fredrik Gille, Rocio Soto, María Toro, Eric Rydvall
 
Rättika (Deutsche Erstaufführung)
Mats Ek
„Nicht nur die Handlungsballette, sondern auch die abstrakter gefassten Stücke sind bei Mats Ek immer kleine Erzählungen, die uns das Leben so vor Augen führen, wie es ist – choreographische Bilder, die uns mit ihrer nordischen Kargheit und archaischen Kraft, angesiedelt zwischen Traum und Realität, lange über den Theaterabend hinaus noch beschäftigen“, schrieb die schwedische Tanz- und Theaterkritikerin Margareta Sörenson über Mats Ek, der neben John Neumeier und Jiří Kylián zu den bedeutendsten Choreographen seiner Generation zählt. In besonderer Weise gilt das auch für seine Choreographie „Rättika“, mit der er nach „Aluminium“ im Jahr 2010 erneut eins seiner Werke dem Ballett am Rhein anvertraut.

In seinem ursprünglich für das Königlich Schwedische Ballett kreierten „Rättika“ – zu Deutsch „Rettich“ – durchleuchtet Mats Ek mit dem ihm eigenen fatalistischen Humor und origineller Extravaganz, was im Ballett auf eine Bühne gehört und was nicht: Es schweben nicht nur surreal große Rettiche aus dem Bühnenhimmel. Er hebelt auch die Hierarchie des klassischen Balletts mit einer Primaballerina im Vordergrund und einem dekorativen Corps de Ballet aus. Scheinbar alltäglich bewegen sich die Tänzerinnen und Tänzer in Ensembles, wirken fragil, obwohl ihre Bewegungen erdverbundener kaum sein könnten. Einzelne stehlen sich aus der Gruppe – ein Mann in einem Anzug aus Zeitungspapier, eine Frau in einem Kleid mit Kuhflecken – und nehmen den roten Faden auf, der sich durch die Ballette von Mats Ek zieht: das facettenreiche, meisterhaft verdichtete Erzählen über die Beziehung unter Menschen, die versuchen, das Leben so gut wie möglich zu meistern.

Anne-Sophie Mutters Einspielung von Johannes Brahms’ Violinkonzert D-Dur hatte Mats Ek 2008 zu seiner choreographischen Übersetzung der Musik inspiriert. In Düsseldorf erklingt das große romantische Konzert mit dem jungen Geiger Marc Bouchkov. 1991 in Montpellier geboren und Schüler von Boris Garlitsky in Paris und Hamburg, sorgte er in jüngster Vergangenheit als Preisträger renommierter Wettbewerbe wie dem Königin-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel und der Montreal International Musical Competition für Furore.
 
***
RÄTTIKA
(Deutsche Erstaufführung)
Mats Ek

MUSIK Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 77 von Johannes Brahms
 

Choreographie Mats Ek
Musikalische Leitung Marc Piollet / Wen-Pin Chien
Bühne und Kostüme Mylla Ek
Licht Erik Berglund
Choreographische Einstudierung Ana Laguna, Eva Säfström / Eva Säfström / Ana Laguna
 
Solo-Violine Marc Bouchkov
Orchester Düsseldorfer Symphoniker
 
Symphonie g-Moll (Uraufführung)
Martin Schläpfer
Das ursprünglich für b.23 vorgesehene Ballett „Johannes Brahms – Symphonie Nr. 2“ von Martin Schläpfer wurde wegen einer Erkrankung des Choreographen Terence Kohler in Programm b.21 vorgezogen. Als Eröffnungsstück für b.23 wird Martin Schläpfer zu Wolfgang Amadeus Mozarts g-Moll-Sinfonie KV 550 ein neues Werk schaffen.
 
***
SYMPHONIE G-MOLL (Uraufführung)
Martin Schläpfer

MUSIK g-Moll-Sinfonie KV 550 von Wolfgang Amadeus Mozart
 

Musikalische Leitung Marc Piollet / Wen-Pin Chien
 
Orchester Düsseldorfer Symphoniker
 

 

Send-A-Friend

 
E-Mail Adresse des Absenders*
Name des Absenders*
E-Mail Adresse des Empfängers*

Nachricht:
» Absenden