Alma Sadé (Lena), Dmitri Vargin (Leander) | (c) Hans Jörg Michel
Vom Mädchen, das nicht schlafen wollte
Marius Felix Lange
Junges Publikum, Wiederaufnahme
Dauer: ca. 1 ½ Stunden, keine Pause

Für junges Publikum ab 8 Jahren
Auftragskomposition
Termine
Opernhaus Düsseldorf
November 2014
Di  |  04.11.  | 11:00  Online Tickets: 18,00 €
Mi  |  05.11.  | 11:00  Online Tickets: 18,00 €

Für junges Publikum ab 8 Jahren

Dauer: ca. 1 ½ Stunden, keine Pause
Lena und ihr Freund Leander verbringen einen gemeinsamen Nachmittag am Fluss, während der dörfliche Schützenverein furchtbar schräg seine Lieder einstudiert. Die beiden necken einander und Leander wirft mit Steinen einen Apfel für Lena vom Baum. Schließlich fragt er sogar nach einem Kuss. Doch Lena denkt noch nicht ans Küssen, sie möchte lieber Kuchen essen. Leander fi scht lieber als zu backen und erzählt ihr davon, dass er in die Welt ziehen will, um Neues zu entdecken. Lena fürchtet, er könne andere Mädchen finden oder sogar von einer Prinzessin verführt werden, wie der Prinz in ihrem Buch und sie vergessen. Mit diesem beunruhigenden Gedanken schläft sie ein.

LENAS TRAUM
Leander fängt wieder keinen Fisch und lässt sich von Lena zum Backen überreden. Als sie sich auf den Heimweg machen, findet Lena einen toten Vogel, der von Leanders Stein getroff en wurde. Leander versucht, sie zu trösten und erzählt, was er von seinem Vater gehört hat: „Die legen sich hin und schlafen. Dann kommt eine Prinzessin und küsst sie, danach sind sie wach und zwitschern.“ Lena glaubt ihm kein Wort und beschließt, selbst nie wieder zu schlafen.

Am nächsten Morgen will Leander Lena zum Spielen abholen, doch ihre Mutter stellt sich ihm in den Weg und erzählt ihm, dass ihre Tochter die ganze Nacht kein Auge zugemacht habe. Um Lena müde zu machen, geht Leander mit ihr schwimmen. Doch vergebens, in der kommenden Nacht spaziert Lena hellwach durch die Straßen. Sie trifft den Mond, der ihr verrät, dass Leander in sie verliebt ist. Auch wenn sich Lena zunächst sträubt, es zuzugeben, liegt ihr auch etwas an Leander.

Inzwischen wird die Dorfgemeinschaft unruhig. Die Schützen bekommen Angst, dass sie demnächst Tag und Nacht schuften müssen, wenn Lena sie ansteckt und sie auch nicht mehr schlafen können. Lenas Eltern holen die Ärzte. Diese fallen über die Patientin her, untersuchen sie ausführlich und kommen zur naheliegenden Diagnose: „Das gute Kind, es schläft nicht mehr!“ Ein Heilmittel haben sie auch nicht.

Die Angst der Schützen schlägt inzwischen in Wut auf Leander um. Sie behaupten, er habe Lena verhext und und schlagen ihn zusammen. Die erschrockene Lena verspricht ihrem Leander, endlich zu schlafen, damit wieder alles gut wird, doch finden sie kein Schlafmittel. Nicht einmal das widerliche Zeug, das die Schützen in der Kneipe trinken, wirkt.

Schließlich müssen die beiden vor der aufgebrachten Menge aus dem Dorf fliehen. Über den Fluss treiben Lena und Leander ins große Abenteuer. Am Ufer treffen sie auf Holzfäller, die ein Floß bauen. Ihr Rezept für guten Schlaf ist Arbeit. Lena und Leander helfen den Männern in der Hoffnung, dass das Mädchen dann endlich schlafen kann. Doch vergebens, nach der Arbeit schlafen alle, nur Lena bleibt wach.

Plötzlich erscheint ein Trauerzug. Lena und Leander wollen schnell weg, doch der Totengräber hält sie auf und bittet sie, die Gemeinde mit dem Boot ans andere Ufer zu bringen. Lena ist skeptisch, aber Leander sagt seine Hilfe zu. Doch Lenas Sorge ist berechtigt, der Totengräber und die Trauergemeinde ziehen Leander mit sich und sie bleibt allein zurück.

Eine Lichtung im Wald erscheint, darin die Vogelprinzessin Alba, die neue Vögel erfindet. Aus der Ferne nähert sich der Trauerzug. Der Totengräber öffnet einen kleinen Sarg und überreicht Alba den Vogel, den Leander mit seinem Stein getroffen hat. Die Vogelprinzessin heilt den Vogel. Anschließend stellt sie Leander für seine Tat zur Rede. Der Junge bekräftigt, dass er den Vogel nicht absichtlich getötet habe, sondern nur einen Apfel für Lena treff en wollte. Lena, die er nun verloren habe und die nicht schlafen könne. Alba verspricht Leander zu helfen, doch dafür müsse er ihr einen Kuss geben, am Tag ihrer gemeinsamen Hochzeit.

Währenddessen irrt Lena verzweifelt durch den Wald und wird vor Angst fast wahnsinnig. Doch der Mond weist ihr einen Ausweg aus ihrer Angst. Der Wald öffnet sich und das Paradies der Alba erscheint. Alba ist im Hochzeitskleid, Leander als Bräutigam neben ihr, die Vögel umkreisen sie. Als das Paar sich küsst, ruft Lena verzweifelt Leanders Namen, fällt ohnmächtig zu Boden und schläft ein. Alba verabschiedet Leander und seine schlafende Freundin, die nun nach Hause können.

Lenas Eltern und die ganze Dorfgemeinschaft freuen sich über die Heimkehr und feiern die schlafende Lena. Doch dann schlägt die Freude in Trauer um, Lena wacht nicht mehr auf. Der Totengräber tritt auf und bekräftigt, sie müsse nun für immer und ewig schlafen.

Leander schleppt Lena zum Fluss, wo die Geschichte begann und weint herzzerreißend. Da erscheint der Mond und überreicht ihm einen selbstgebackenen Kuchen – Mondkuchen. Leander hält Lena den Kuchen unter die Nase und sie wacht auf.

LENA ERWACHT
Sie streckt sich nach dem langen Schlaf mit dem verwirrenden Traum, freut sich über den Kuchen und gibt Leander einen Kuss. Dann küssen sie sich ein zweites Mal, sitzen voreinander und schauen sich an wie Zwei, die einmal verliebt waren und sich endlich wiedergefunden haben oder wie Zwei, deren Haustürschlüssel verloren gegangen sind und die sich nun gegenseitig die Türen öffnen.

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