Svetlana Sozdateleva (Renata) | Foto: Hans Jörg Michel / Gestaltung: www.mnidentity.de
Der feurige Engel
Sergej Prokofjew
Opernhaus Düsseldorf
Mittwoch, 24. Juni 2015
19:30 - 21:45 Uhr

Dauer: ca. 2 ¼ Stunden, eine Pause
16,80 - 75,10 € Abo.+22 Online Tickets: 16,80 - 75,10 €
Weitere Termine
Opernhaus Düsseldorf
Juni 2015
Sa  |  13.06.  | 19:30  Abo. 21 Online Tickets: 17,10 - 81,50 €
Sa  |  20.06.  | 19:30  Abo. 30+40 Online Tickets: 16,80 - 75,10 €
Mi  |  24.06.  | 19:30  Abo. 22 Online Tickets: 16,80 - 75,10 €
Fr  |  26.06.  | 19:30  Abo. 18 Online Tickets: 16,80 - 75,10 €
So  |  28.06.  | 15:00  Abo. 19 Online Tickets: 16,80 - 75,10 €

Dauer: ca. 2 ¼ Stunden, eine Pause
Diese Oper des russischen Komponisten Sergej Prokofjew (1891–1953) ist nichts für schwache Nerven. Sie erzählt eine wahre Schauergeschichte über eine Frau, die mit teuflischer Besessenheit einen Engel liebt. Der Ritter Ruprecht gerät in den Bann dieser von Dämonen heimgesuchten Renata und begibt sich mit ihr auf eine abenteuerliche Suche nach ihrem feurigen Engel, die vor der Inquisition endet.

Der „Fall Renata“ wurzelt im Zeitalter der deutschen Gegenreformation, wurde aber durch den russischen Romanschriftsteller Brjussow zu einer symbolistischen Parabel über seelische Situationen, die von Obsessionen, Aberglauben und sexuellen Triebkräften beherrscht werden. Als Prokofjew 1920 in New York mit der Komposition seiner Oper „Der feurige Engel“ begann, war er geradezu besessen von diesem Stoff. Die einsame Frau voller Sehnsucht und Gier nach Sexualität, die Männerphantasien gleichermaßen als Unschuld und dämonische Verführerin belebt, wird am Ende durch ein allmächtiges System vernichtet. In dieser Konsequenz hat Prokofjew die persönlichen Ängste und Befürchtungen thematisiert, die ihn bei seiner Rückkehr in die stalinistische Sowjetunion bewegten. Die selbstzerstörerische Ekstase des Einzelnen nimmt Bezug zu einer unheilvollen gesellschaftlichen Maschinerie, der sie unterworfen ist.

Regisseur Immo Karaman, der mit seinem beeindruckenden Britten-Zyklus und Zemlinskys Operneinakter „Der Zwerg“ an der Deutschen Oper am Rhein große Psychologisierungskunst bewiesen hat, findet in Prokofjews Oper erneut einen Stoff, um tief in extreme menschliche Seelenzustände einzudringen.
 
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Sergej Prokofjew
DER FEURIGE ENGEL

Oper in fünf Akten op. 37
Libretto vom Komponisten nach dem Roman „Ognenny angel“ von Waleri Jakowlewitsch Brjussow

***
 
In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln
 

Musikalische Leitung Wen-Pin Chien
Inszenierung Immo Karaman
Bühne Aida Guardia, Immo Karaman
Kostüme und Choreographie Fabian Posca
Chorleitung Christoph Kurig
Licht Volker Weinhart
Dramaturgie Hella Bartnig
 
Ruprecht, ein Ritter Boris Statsenko
Renata, Ruprechts Geliebte Svetlana Sozdateleva
Die Wirtin Susan Maclean
Die Wahrsagerin Renée Morloc
Äbtissin Susan Maclean
Agrippa von Nettesheim, Doktor der Philosophie Sergej Khomov
Mephistopheles Sergej Khomov
Faust, Doktor der Philosophie und Medizin Sami Luttinen
Inquisitor Oleg Bryjak
Jacob Glock, Buchhändler Florian Simson
Diener im Gasthof Torben Jürgens
Der Wirt Torben Jürgens
Chor Chor der Deutschen Oper am Rhein
Orchester Düsseldorfer Symphoniker
 

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