Ballett am Rhein - b.24 | BILDIDEE und FOTO Gert Weigelt
b.24
Illusion (Uraufführung) / Young Soon Hue
Theater Duisburg
Freitag, 29. Mai 2015
19:30 - 21:45 Uhr

Dauer b.24: ca. 2 ¼ Stunden, zwei Pausen
16,10 - 56,00 € Abo.+K Online Tickets: 16,10 - 56,00 €
Weitere Termine
Theater Duisburg
Mai 2015
Fr  |  08.05.  | 19:30  Abo. P Online Tickets: 18,10 - 62,80 €
Mi  |  13.05.  | 19:30  Abo. W Online Tickets: 16,10 - 56,00 €
So  |  17.05.  | 15:00  Abo. M Online Tickets: 16,10 - 56,00 €
Sa  |  23.05.  | 19:30  Abo. L Online Tickets: 16,10 - 56,00 €
Fr  |  29.05.  | 19:30  Abo. K Online Tickets: 16,10 - 56,00 €
Juni 2015
Fr  |  19.06.  | 19:30  Abo. N Online Tickets: 16,10 - 56,00 €
Fr  |  26.06.  | 19:30  Abo. Y Online Tickets: 16,10 - 56,00 €

Dauer b.24: ca. 2 ¼ Stunden, zwei Pausen
Illusion (Uraufführung)
Young Soon Hue
Illusion: Die Assoziationen, die sich bei einem solchen Titel auftun, sind vielfältig, stecken in dem Begriff doch Imaginationen, Träume, Phantasmagorien, Fiktionen und Hoffnungen ebenso wie Wahnvorstellungen, Hirngespinste oder Schimären. Aber auch das Spiel hat im Begriff der Illusion seinen Ort: spielend hingeworfen oder ins Spiel geworfen.

Geschichten von Menschen, die in anderen, unwirklichen Welten leben, sich ihren Tag- und Nachtträumen, ihren Wünschen, Täuschungen und Selbsttäuschungen hingeben, werden der Choreographin Young Soon Hue zur Ausgangsbasis ihres ersten Stückes für das Ballett am Rhein. Zur Seite steht ihr dabei für den gestalterischen Bereich der renommierte niederländische Bühnen- und Kostümbildner Keso Dekker.

Young Soon Hue wurde in Inchon in Südkorea geboren und machte zunächst eine Karriere als Tänzerin. Sie arbeitete mit bedeutenden Choreographen und war Ensemblemitglied im Ballett Frankfurt, Zürcher Ballett, Ballett Basel sowie im Ballett der Deutschen Oper am Rhein. Seit 2001 ist sie als Choreographin tätig und schuf für zahlreiche Compagnien rund 30 Tanzstücke – darunter das Tulsa Ballet (USA), Queensland Ballet (Australien), die wichtigen koreanischen Ballettensembles, die Türkischen Nationalballette von Ankara und Izmir, die Ensembles der Theater Hagen, Augsburg, Schwerin und Coburg sowie das Aalto Ballett Theater Essen und das Ballett der Deutschen Oper am Rhein. 2010 und 2011 leitete sie als künstlerische Direktorin das Korea World Stars Dance Festival und das Seoul International Ballet Festival. 2006 wurde sie in Korea zur Choreographin des Jahres gewählt, es folgten weitere Preise und Auszeichnungen durch die koreanische Ballet Association und Ballet Critic Association.
 
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ILLUSION (Uraufführung)
Young Soon Hue

MUSIK Doppelkonzert für Violine, Violoncello und Orchester von Philip Glass
 

Choreographie Young Soon Hue
Musikalische Leitung Wen-Pin Chien
Bühne und Kostüme Keso Dekker
Licht Volker Weinhart
 
Orchester Duisburger Philharmoniker
 
Lonesome George (Uraufführung)
Marco Goecke
Zeitgenössische Tanzuniversen ganz besonderer Art sind die Stücke, mit denen Marco Goecke seit mehr als einem Jahrzehnt sein Publikum immer wieder aufs Neue fasziniert. Wie in einen merkwürdig fiebrigen Zustand, in ein „unentwegtes, fremdartig nervöses Flattern“ versetzt – so Sylvia Staude in der Frankfurter Rundschau – wirken seine Tänzerinnen und Tänzer, und doch ist die Freiheit in der Gestaltung nur Schein: Jeder Schritt, jede noch so schnelle, kleine Bewegung ist genau festgelegt in jener einzigartigen Tanzsprache, die der Tanzkritiker Horst Koegler einmal als „Système Goeckien“ bezeichnete.

Seit seinen ersten Arbeiten für die Stuttgarter Noverre-Gesellschaft konnte sich der 1972 in Wuppertal geborene Marco Goecke als einer der wichtigsten Choreographen etablieren. Seit 2005 ist er Hauschoreograph des Stuttgarter Balletts – eine Position, die ihn von 2006 bis 2012 auch mit dem Scapino Ballet Rotterdam und seit der Spielzeit 2013/14 mit dem Nederlands Dans Theater verbindet. Nicht nur für diese drei Ensembles, sondern für viele weitere namhafte internationale Compagnien – darunter das Hamburg Ballett, Leipziger Ballett, Norwegische Nationalballett Oslo, Pacific Northwest Ballet Seattle, New York Choreographic Institute, Staatsballett Berlin, Gauthier Dance, die São Paulo Companhia de Dança und Les Ballets de Monte Carlo – entstand eine beachtliche Anzahl von Uraufführungen.

Für seine erste Zusammenarbeit mit dem Ballett am Rhein wählte Marco Goecke Dmitri Schostakowitschs Kammersinfonie op. 110 a als musikalische Grundlage – eine Version für Streichorchester, die der Komponist und Bratschist Rudolf Barschai von Schostakowitschs 8. Streichquartett erstellte. Die innerhalb von nur zwei Tagen im Juli 1960 entstandene Komposition zählt zu Schostakowitschs intimsten Partituren. Wie in einem Rückblick auf das eigene Leben klingen Erinnerungen an andere Werke des Komponisten herauf und verbinden sich mit weiteren Zitaten von jüdischen Volksliedern bis zu Wagner und Tschaikowsky zu musikalischen Schattenbildern. Langsam ist das Grundtempo. Nur einmal bricht ein wildes Scherzo hervor, das sich in einen gespenstisch-fahlen Walzer verwandelt. Das Groteske, Satirische, Plakathafte der frühen Werke Schostakowitschs ist einer eindringlichen Expressivität und einem Lyrismus von transparenter Melancholie gewichen.
 
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LONESOME GEORGE (Uraufführung)
Marco Goecke

MUSIK Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110 von Dmitri Schostakowitsch in der Bearbeitung als Kammersinfonie für Streichorchester op. 110a von Rudolf Barschai
 

Choreographie Marco Goecke
Musikalische Leitung Wen-Pin Chien
Bühne und Kostüme Michaela Springer
Licht Udo Haberland
Dramaturgie Nadja Kadel
 
Orchester Duisburger Philharmoniker
 
Voices Borrowed (Uraufführung)
Amanda Miller
„Sich als zeitgenössischer Künstler bewusst in der Gegenwart zu bewegen und für die Zukunft eine lebendige Geschichte zu erschaffen“, ist die Ursprungsidee der amerikanischen Choreographin Amanda Miller zu ihrer Uraufführung „Voices Borrowed“. Als musikalische Grundlage hat sie sich eine Komposition gewählt, die auf besondere Weise mit den verschiedenen Zeitebenen von Geschichte, Gegenwart und Zukunft spielt: Arnold Schönbergs Konzert für Streichquartett und Orchester B-Dur nach Georg Friedrich Händels Concerto grosso B-Dur op. 6 Nr. 7. Der Meister der musikalischen Avantgarde zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte sich Händels barockes Werk vorgenommen, um es in freier Bearbeitung auf das moderne Orchester und ein solistisches Streichquartett zu übertragen. Schönbergs eigener Kommentar, es sei „ein sehr originelles Stück“ geworden, ist als vornehmes Understatement zu verstehen. Mit einem Feuerwerk aus Klangfarben sprengte er die barocke Form und ließ ein phantasievolles Kaleidoskop aus facettenreicher Instrumentierung, stilistischem Witz und humorvoller Poesie entstehen – ein berauschendes Konzertieren zwischen altem Stil und Neuer Musik. Für „Voices Borrowed“ lässt sich Amanda Miller vom verschachtelten Erzählen dieser unterschiedlichen Stimmen zu einem Ballett inspirieren.

Geboren und aufgewachsen in North Carolina begann Amanda Miller ihre Tanzausbildung an der North Carolina School of the Arts und setzte sie in New York fort. Bevor William Forsythe sie in sein Ballett Frankfurt engagierte, wo sie auch als Resident Choreographer tätig war, hatte sie bereits im Chicago Lyrical Opera Ballet und im Ballett der Deutschen Oper Berlin getanzt. 1992 gründete Amanda Miller die Pretty Ugly Dance Company, ein interdisziplinäres Ensemble, das zwischen 1997 und 2004 am Theater Freiburg als Ballett Freiburg Pretty Ugly zu sehen war. In den Jahren 2005 bis 2009 fand pretty ugly tanz köln unter der Leitung von Amanda Miller ein neues Zuhause am Theater Köln. Anschließend kehrte sie als Dozentin an mehreren Universitäten in die USA zurück und ist seitdem weltweit als Choreographin, Performerin und Opernregisseurin tätig. Nach ihrer erfolgreichen Uraufführung „Crop“ für das Ballett am Rhein in der Spielzeit 2012/13 konnte Martin Schläpfer sie nun erneut für eine Kreation in Europa gewinnen und stellt ihr dafür sein gesamtes Ensemble zur Verfügung.
 
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VOICES BORROWED (Uraufführung)
Amanda Miller

MUSIK Largo aus dem Concerto grosso B-Dur op. 6 Nr. 7 von Georg Friedrich Händel sowie Konzert für Streichquartett und Orchester B-Dur nach Georg Friedrich Händels Concerto grosso B-Dur op. 6 Nr. 7 von Arnold Schönberg
 

Choreographie Amanda Miller
Musikalische Leitung Wen-Pin Chien
Bühne Claus Stump
Kostüme und Licht Amanda Miller, Claus Stump
Musikalische Beratung der Choreographin und Dramaturgie Mark Fasshauer
 
Violine 1 Siegfried Rivinius
Violine 2 Matthias Bruns
Viola Mathias Feger
Violoncello Friedemann Pardall
Orchester Duisburger Philharmoniker
 

 

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