(c) Hans Jörg Michel
Symphoniker im Foyer
Französische Kammermusik und Lieder aus dem Jahr 1914
Opernhaus Düsseldorf – Foyer
Sonntag, 30. November 2014
11:00 - 12:30 Uhr

12,00 € Online Tickets: 12,00 €
Weitere Termine
Opernhaus Düsseldorf – Foyer
Oktober 2014
So  |  19.10.  | 11:00  Online Tickets: 12,00 €
November 2014
So  |  30.11.  | 11:00  Online Tickets: 12,00 €
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So  |  01.02.  | 11:00  Online Tickets:
So  |  15.02.  | 11:00  Online Tickets: 12,00 €
April 2015
So  |  12.04.  | 11:00  Online Tickets: 12,00 €
Juni 2015
So  |  07.06.  | 11:00  Online Tickets: 12,00 €

Das Jahr 1914 erlangte traurige Berühmtheit durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs, welcher sich in vielfältigsten Formen auch in den Künsten spiegelt. Nach der Beleuchtung des Jahres 1913 in der vergangenen Spielzeit werfen im November der Konzertmeister der Düsseldorfer Symphoniker Dragos Manza, Cellist Gilad Kaplansky, Pianistin Alina Bercu sowie Sopranistin Anke Krabbe zusammen mit der Pianistin Cécile Tallec aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein in einem weiteren Themenkonzert einen Blick auf das musikalische Frankreich des Jahres 1914. Im Mittelpunkt steht jenes grandiose Klaviertrio, das Ravel im Angesicht des immer bedrängenderen Kriegsgeschehens sich in Saint-Jean-de-Luz im Baskenland geradezu von der Seele schrieb: „Seit vorgestern diese Sturmglocke, diese weinenden Frauen und vor allem der grauenhafte Enthusiasmus der jungen Leute … Sie glauben, ich arbeite nicht mehr? Ich habe nie so viel mit einer verrückteren und heroischeren Wut gearbeitet.“ Ihren direkten Niederschlag fanden diese Spuren der Katastrophe allerdings nicht in Ravels Komposition, wirkt diese doch eher heiter-gelöst, formal von geradezu neobarocker Strenge und klanglich von einer sublimen romantischen Klangpoesie. Die Uraufführung des Trios erfolgte im Januar 1915 in der Pariser Salle Gaveau – noch war das Kulturleben der französischen Hauptstadt nicht zum Erliegen gekommen. Claude Debussy beschäftigte sich zu dieser Zeit mit einem Kammermusikprojekt, das ihn bis zu seinem Tod begleiten sollte – eine Werkgruppe, die ursprünglich sechs Kompositionen für unterschiedliche Besetzungen umfassen sollte und mit der sich Debussy „um eine Kunst von schärferer Spannung, asketischer Haltung bemühte, die auf unmittelbare Verzauberung verzichtet, aber von einem Reichtum der Inspiration ohnegleichen ist“ – so Pierre Boulez. Was Debussy vorschwebte war eine Hymne auf die „Musique française“ in Abgrenzung von der Musik der deutschen Spätromantik. „Nichts kann entschuldigen, dass wir die Tradition der Werke eines Rameau vergessen haben, die in der Fülle ihrer genialen Einfälle fast einzigartig ist“, schrieb er damals. Mit der erst 1917 vollendeten Violinsonate schuf er ein Werk von geradezu genialer Klangfülle, das im Violinrepertoire direkt neben den Sonaten von Mozart und Brahms seinen Platz hat. Impressionistisch gefärbte Lieder der beiden Komponistinnen Lili Boulanger und Cécile Chaminade runden das musikalische Programm ab.

***

CLAUDE DEBUSSY
Sonate für Violine und Klavier g-Moll

LILI BOULANGER
Auswahl aus den „Clairières dans le ciel“ für Sopran und Klavier

CÉCILE CHAMINADE
Lieder für Sopran, Violine und Klavier

MAURICE RAVEL
Trio a-Moll für Violine, Violoncello und Klavier
 

 
Sopran Anke Krabbe
Violine Dragos Manza
Violoncello Gilad Kaplansky
Klavier Alina Bercu, Cécile Tallec
 

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