Luiza Fatyol (Die Schleppträgerin), Maria Kataeva (Die Vertraute), Renée Morloc (Klytämnestra), Manfred Fink (Ein junger Diener) , Lukasz Konieczny (Ein alter Diener) | (c) Matthias Jung
Elektra
Richard Strauss
Opernhaus Düsseldorf
Mittwoch, 11. September 2013
19:30 - 21:15 Uhr
/ Wiederaufnahme

Dauer: ca. 1 ¾ Stunden, keine Pause
17,10 - 81,50 € Abo.+22
Dauer: ca. 1 ¾ Stunden, keine Pause
VORGESCHICHTE

Agamemnon, König von Mykene, tötete Klytämnestras ersten Ehemann und ihr Kind, um sie heiraten zu können. Zusammen mit ihr hat er vier Kinder: Iphigenie, Chrysothemis, Elektra und Orest. Auf dem Weg in den Trojanischen Krieg provozierte er die Göttin der Jagd Artemis, indem er in ihrem heiligen Hain einen Hirsch erlegte und behauptete, er sei der bessere Jäger. Artemis bestrafte Agamemnon mit einer Flaute, die seine Flotte in der Nähe von Aulis festsetzte. Nach Weissagung des Sehers Kalchas war die Göttin nur durch ein Opfer umzustimmen: dieses sollte Iphigenie sein. Klytämnestra plante mit ihrem Liebhaber Aegisth eine blutige Rache: Als Agamemnon siegreich – und mit einer Geliebten, der Seherin Kassandra – aus dem Trojanischen Krieg zurückkehrte, wurde er von Klytämnestra und Aegisth erschlagen. Elektra ließ Orest in Sicherheit bringen. Sie selbst und Chrysothemis leben am Hof ihrer Mutter wie Sklavinnen.

HANDLUNG

Die Mägde gehen ihrer Arbeit nach und spotten über Elektra, deren Verhalten gleichzeitig ihre Angst schürt. Nur die jüngste Magd bringt Verständnis für Elektra auf und anerkennt in ihr die Königstochter, die den Mord an ihrem Vater nicht vergessen kann. Elektra ist besessen von der Idee, Agamemnon zu rächen. Wie jeden Tag beschwört sie zur Stunde seines Todes jede Einzelheit der grauenvollen Tat und gibt sich ihren Rachevisionen hin. Das Beil, mit dem ihr Vater erschlagen wurde, hat sie versteckt. Orest soll – sobald er aus der Verbannung zurückkehrt – Klytämnestra und Aegisth damit töten. Als Höhepunkt der Vergeltung plant sie ein blutiges Fest.

Chrysothemis hat im Haus gelauscht und herausgefunden, dass Elektra in einen Turm gesperrt werden soll. Sie warnt ihre Schwester, doch diese lässt sich nicht beunruhigen. Chrysothemis sehnt sich nach einem Leben in Freiheit und nach einer eigenen Familie mit Kindern. Vergeblich versucht sie, Elektra von ihrem Hass und dem Warten auf den Bruder abzubringen.

Als Klytämnestra aus dem Haus kommt, warnt Chrysothemis die Schwester ein weiteres Mal, sich ihrer Mutter nicht entgegenzustellen. Elektra hingegen beschließt, sich mit Klytämnestra zu unterhalten.

Klytämnestra findet keine Ruhe vor den bösen Albträumen, die sie immer wieder plagen. Obwohl ihre Vertraute und ihre Schleppträgerin sie vor Elektra warnen, sucht sie Rat bei ihrer Tochter. Vieldeutig antwortet ihr Elektra, dass sie nicht länger träumen werde, sobald das rechte Blutopfer unter dem Beil gefallen sei. Als Klytämnestra den Sinn der Antwort nicht versteht, entfaltet Elektra in einer grauenhaften Vision das Bild, wie sie mit Orest Rache an ihr üben wird. Die beiden Dienerinnen flüstern Klytämnestra eine Nachricht zu, die sie von zwei Fremden gehört haben wollen. Klytämnestra bricht in triumphierendes Gelächter aus. Elektra bleibt ratlos zurück.

Chrysothemis überbringt Elektra die Botschaft der beiden Fremden: Orest soll in der Verbannung gestorben sein. Elektra will die Nachricht nicht glauben. Nachdem ein Diener ein Pferd verlangt hat, um Aegisth den Tod Orests zu melden, beschließt Elektra, die Rache nun selbst auszuführen. Chrysothemis soll ihr dabei helfen. Doch diese reißt sich – trotz allen Bittens und Schmeichelns – von Elektra los.

Ein Fremder taucht auf – der Überbringer der Trauerbotschaft. Als Elektra vom Schmerz überwältigt ihren Namen nennt, gibt auch er sich schließlich zu erkennen: Es ist Orest, der endlich heimgekehrt ist. Der Pfleger unterbricht ihre Wiedersehensfreude und drängt zur raschen Ausführung der Tat.

Orest geht in den Palast. Elektra bemerkt verzweifelt, dass sie vergessen hat, ihm das Beil zu geben. Aus dem Inneren gellen Klytämnestras Todesschreie. Die Mägde, Dienerinnen und Chrysothemis sind verängstigt. Als Aegisth heimkehrt leuchtet Elektra mit gespielter Devotion den Weg. Auch Aegisth wird von Orest erschlagen.

Chrysothemis stürzt herbei und berichtet von Orests Tat und vom Kampf zwischen den Anhängern und Gegnern Aegisths. Sie ruft zu einer Freudenfeier für Orest, doch Elektra ist über das vollzogene Gericht triumphierend in einen Rausch des Racheglücks verfallen, aus dem die Rufe der Schwester sie nicht mehr zurückholen können: „Wer glücklich ist wie wir, dem ziemt nur eins: schweigen und tanzen!“ Auf dem Höhepunkt ihrer Ekstase bricht Elektra tot zusammen.

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