LUISA MILLER Andrej Dunaev (Rodolfo), Olga Mykytenko (Luisa) | © Hans Jörg Michel
Luisa Miller
Giuseppe Verdi
Opernhaus Düsseldorf
Sonntag, 27. Oktober 2013
15:00 - 17:45 Uhr

Dauer: ca. 2 ¾ Stunden, eine Pause
16,80 - 75,10 € Abo.+25
Dauer: ca. 2 ¾ Stunden, eine Pause
„Luisa Miller“ war Giuseppe Verdis (1813–1901) dritte Vertonung eines Stückes von Friedrich Schiller. Auf der Suche nach einem Stoff, der von der Zensurbehörde in Neapel genehmigt werden könnte, stieß er auf „Kabale und Liebe“. „Es ist ein großartiges Drama, voller Leidenschaft und theatralisch sehr effektvoll“, schrieb Verdi an seinen Librettisten Salvatore Cammarano. Er musste Schillers Trauerspiel jedoch zunächst auf ein operntaugliches Libretto reduzieren, nicht zuletzt, weil es den Erwartungen seines Publikums und der politischen Zensur angepasst werden sollte. Hierdurch verschob sich der Fokus von Schillers Sozialkritik hin zum Familiendrama, in dessen Koordinatensystem alle Menschen ihre Wünsche in die jeweils anderen hineinprojizieren und in dem die junge Luisa wie eine Marionette hin und her geworfen wird.

Luisa, Tochter des ehemaligen Soldaten Miller, ist unsterblich verliebt in Rodolfo, den Sohn des Grafen Walter. Er verkörpert für sie alles, was sie sich erträumt hat. Wenn sie von ihm singt, entschwebt ihr Gesang in eine andere Welt, die mit ihrer von Intrigen vergifteten Umwelt nichts gemein hat. Doch Rodolfos Vater hat für seinen Sohn bereits eine andere, standesgemäße und für die Familie vorteilhafte Verbindung vorgesehen. Mit Hilfe des Schlossverwalters Wurm, der Luisa für sich haben will, zettelt er eine Intrige an, die das junge Paar entzweien soll. Luisas Vater wird verhaftet, und um ihn zu retten, muss das Mädchen einen Liebesbrief an Wurm schreiben, der schließlich Rodolfo zugespielt wird. Dieser glaubt sich betrogen und plant, sich und seine vermeintlich untreue Geliebte zu vergiften. Erst sterbend kann Luisa Rodolfo die Wahrheit enthüllen.

Carlos Wagners Inszenierung, die im Sommer 2013 in Duisburg Premiere feierte, eröffnet die Saison im Düsseldorfer Opernhaus. Gemeinsam mit Kaspar Zwimpfer, der durch seine eindrucksvollen Bühnenräume zu Brittens „Peter Grimes“ und „The Turn of the Screw“ noch in guter Erinnerung ist, und Kostümbildner Christof Cremer interpretiert Wagner Luisas Tragödie.
 
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Giuseppe Verdi
LUISA MILLER

Melodramma tragico in drei Akten
Libretto von Salvatore Cammarano
nach dem bürgerlichen Trauerspiel „Kabale und Liebe“ von Friedrich Schiller
 
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
 

Musikalische Leitung Giordano Bellincampi
Inszenierung Carlos Wagner
Bühne Kaspar Zwimpfer
Kostüme Christof Cremer
Licht Volker Weinhart
Chorleitung Gerhard Michalski
Dramaturgie Bernhard F. Loges
 
Der Graf von Walter Thorsten Grümbel
Rodolfo Andrej Dunaev
Federica Susan Maclean
Wurm Sami Luttinen
Miller Boris Statsenko
Luisa Olga Mykytenko
Laura Iryna Vakula
Ein Bauer Paul Stefan Onaga
Chor Chor der Deutschen Oper am Rhein
Orchester Düsseldorfer Symphoniker
 

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