Alma Sadé (Susanna), Maria Kataeva (Cherubino), Brigitta Kele (Gräfin Almaviva) | © Hans Jörg Michel
Le nozze di Figaro
Wolfgang Amadeus Mozart
Opernhaus Düsseldorf
Freitag, 11. April 2014
19:30 - 23:00 Uhr

Dauer: ca. 3 ½ Stunden, eine Pause
17,10 - 81,50 € Abo.+12
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Opernhaus Düsseldorf
April 2014
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Sa  |  31.05.  | 19:30  Abo. 23 Online Tickets: 17,10 - 81,50 €
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Sa  |  21.06.  | 19:30  Abo. 24 Online Tickets: 17,10 - 81,50 €
Juli 2014
Mi  |  02.07.  | 19:30  Abo. 22 Online Tickets: 16,80 - 75,10 €

Dauer: ca. 3 ½ Stunden, eine Pause
1. AKT
Figaro, der Kammerdiener des Grafen Almaviva, ist damit beschäftigt, das Zimmer auszumessen, das ihm der Graf zum Hochzeitsgeschenk gemacht hat. Seine Braut Susanna, welche die Kammerzofe der Gräfin Almaviva ist, klärt Figaro darüber auf, dass diese großzügige Geste nicht seinen persönlichen Verdiensten gilt. Vielmehr habe der Graf, der gerade auf sein altes feudales Herrenrecht, das „jus primae noctis“, großmütige verzichtet hat, nicht übel Lust, es mit Susanna zu erneuern. Er verfolgt sie mit Anträgen, die er ihr durch den Musiklehrer Basilio zukommen lässt. Figaro ist empört. Er begreift, dass auch die Absicht des Grafen, ihn als Kurier und Susanna als „geheime Gesandtin“ nach London mitzunehmen, anzüglich ist. Figaro sagt dem Grafen den Kampf an.
Auch Marcellina, die Haushälterin, gefährdet die bevorstehende Hochzeit. Sie besitzt ein verbrieftes Eheversprechen Figaros, das er ihr als Sicherheit gegen eine entliehene Summe von 1000 Dukaten gegeben hat. Damit will sie Figaro unter Druck setzen und ihn zwingen, sie zu heiraten. Bartolo, dem einst der Graf mit Hilfe Figaros sein Mündel Rosina entführt hat, wittert die Gelegenheit, sich an Figaro zu rächen, und sichert Marcellina seine Unterstützung zu. Bei der folgenden Begegnung zwischen Marcellina und Susanna zeigen sich die beiden Frauen als angriffslustige Rivalinnen.
Cherubino, der Page des Grafen und unwiderstehliche Herzensbrecher, ist bei seinen pubertären Eroberungsfeldzügen mit Barbarina, der Tochter des Gärtners Antonio, ertappt worden. Der Graf will ihn deshalb aus seinem Dienst entlassen. Cherubino bittet Susanna, sich für ihn bei der Gräfin zu verwenden.
Er entreißt ihr ein Band der Gräfin und bietet ihr dafür seine Canzonette an, die er für die Gräfin gedichtet hat. Als der Graf kommt, versteckt sich Cherubino und wird Zeuge, wie sein Herr Susannas Liebe zu kaufen versucht. Als zudem noch Basilio auftaucht, ist auch der Graf gezwungen, sich zu verstecken. Bei einer anzüglichen Bemerkung Basilios über Cherubino und die Gräfin hält es ihn nicht länger hinter dem Sessel. Wütend demonstriert der Graf, wie er Cherubino mit Barbarina überrascht hat, und entdeckt dabei erneut den Pagen in einem Versteck. Alle sind sprachlos. Da erscheint Figaro mit der Dienerschaft des Schlosses, um die Hochzeit voranzutreiben. Er bittet den Grafen, Susanna zum Zeichen ihrer Unschuld das Hochzeitskleid zu überreichen. Der Graf weicht unter dem Vorwand aus, erst dem jungen Paar ein glänzendes Fest ausrichten zu wollen, und erreicht damit elegant den Aufschub der Hochzeit. Cherubino ist unglücklich, weil der Graf ihn als Offizier in ein entferntes Regiment versetzt hat. Figaro gratuliert dem Pagen sarkastisch zu seinem militärischen Aufstieg. Er lässt sich an Cherubino aus, meint aber eigentlich den Grafen.

2. AKT
Die Gräfin klagt ihr Leid über den Gatten, der sich von ihr abgewendet hat. Figaro hat inzwischen einen Plan gefasst, den er der Gräfin und Susanna erklärt. Er hat dem Grafen ein Billett in die Hand gespielt, in welchem von einem Stelldichein der Gräfin mit einem vermeintlichen Liebhaber die Rede ist. Das soll seine Eifersucht schüren. Gleichzeitig wird ihm zugetragen, dass Susanna ihn am Abend im Garten erwartet. Ihre Stelle nähme jedoch der verkleidete Page Cherubino ein. So wären die amourösen Absichten des Grafen durchkreuzt und er müsste die Hochzeit vollziehen.
Als die Gräfin und Susanna den Pagen für dieses Vorhaben verkleiden, werden sie vom Grafen überrascht. Die Gräfin versteckt Cherubino in ihrem Kabinett. Wütend betritt der Graf ihr Zimmer und konfrontiert sie mit dem gerade erhaltenen Billett Figaros. Durch ein Geräusch argwöhnisch geworden, will er sich Zutritt zu dem verschlossenen Kabinett erzwingen. Die Gräfin gibt vor, Susanna hätte sich dorthin zurückgezogen. Unbemerkt wird Susanna Zeugin des nun folgenden ehelichen Streits. Der Graf besteht darauf, gemeinsam mit seiner Gattin Werkzeug zu holen, um die Tür zum Kabinett auszubrechen. Damit der vermeintliche Liebhaber nicht entwischen kann, schließt er das Zimmer der Gräfin von außen ab. Susanna hilft Cherubino, der durch das Fenster in den Garten flieht. Nach ihrer Rückkehr gesteht die bedrängte Gräfin dem Grafen, dass Cherubino im Kabinett versteckt ist. Umso überraschter sind beide, als ihnen Susanna entgegentritt. Der Graf ist in großer Verlegenheit und bittet die Gräfin um Verzeihung. Da erscheint Figaro, um Susanna zur Hochzeit abzuholen. Der Graf will von ihm wissen, wer das Billett geschrieben hat. Nicht ahnend, dass sein Plan entdeckt worden ist, gibt sich Figaro begriffsstutzig. Figaro behauptet, dass er aus dem Fenster gesprungen sei und sich dabei ein Fuß verrenkt habe. Doch der Gärtner hält ihm das Patent des Pagen entgegen. Figaro findet eine Ausflucht. Er erklärt, dass ihm der Page das Patent gegeben habe, weil das Siegel noch fehlt.
In diesem Moment kommen Marcellina, Bartolo und Basilio hinzu. Marcellina fordert von Figaro sein einstiges Eheversprechen ein. Der Graf ordnet eine gerichtliche Klärung des Falls an und hat damit erneut Grund, die Figaros Hochzeit hinauszuschieben.

3. AKT
Während der Graf noch überlegt, was nach den Verwirrungen dieses „tollen Tages“ als nächstes zu tun sei, schmieden die Gräfin und Susanna neue Pläne. Die Gräfin schlägt ihrer Kammerzofe vor, dass sie mit dem Grafen ein Rendezvous verabreden soll, zu dem sie, die als Susanna verkleidete Gräfin, selbst erscheinen will. Als Susanna dem Grafen ihr Entgegenkommen signalisiert, glaubt dieser sich schon am Ziel seiner Wünsche. Doch Susanna lässt Figaro übereilt wissen, dass der Prozess auch ohne Advokat bereits gewonnen sei. Der Graf, der diese Bemerkung gehört hat, fühlt sich in eine Falle gelockt und sinnt nach Rache.
Unterdessen feiern Marcellina und Bartolo einen Triumph. Der Richter Don Curzio hat das Urteil über Figaro gefällt. Es lautet: heiraten oder zahlen. Figaro sucht nach einem Ausweg. Er behauptet, dass er nur mit der Einwilligung seiner adeligen Eltern heiraten darf, die er aber nicht kenne. Da stellt sich heraus, dass Figaro eigentlich Raffaelo und der Sohn von Marcellina und Bartolo ist. Als Susanna zu der rührenden Familienszene hinzukommt, glaubt sie, Figaro sei sich mit Marcellina einig geworden. Doch Figaro kann sie beruhigen.
Nur der Graf muss ohnmächtig zusehen, wie sich alle gegen ihn verbünden und eine Doppelhochzeit planen.
Cherubino ist immer noch im Schloss. Barbarina will ihm helfen und ihn als Mädchen verkleiden. Gemeinsam mit ihr und ihren Freundinnen kann er so der Gräfin Blumen überbringen.
Die Gräfin erwartet ungeduldig Susanna, um zu erfahren, wie der Graf reagiert hat. Unterdessen erfährt der Graf von Antonio, dass Cherubino noch im Schloss bei Barbarina sei. Empört über diesen Ungehorsam, ahnt der Graf nicht, was die Gräfin und Susanna vorhaben. Die Gräfin diktiert ein Billett, um den Grafen über den Ort des geplanten Rendezvous mit Susanna zu informieren. Den fertigen Brief versiegeln die Frauen mit einer Nadel, die der Graf als Zeichen seiner Zustimmung zurückschicken soll.
Von Barbarina angeführt, kommen die Mädchen des Schlosses, um der Gräfin zu huldigen. Unter ihnen wird der verkleidete Cherubino entdeckt. Der Graf ist aufs Äußerste gereizt und will Cherubino strafen. Barbarina erinnert ihn jedoch an sein Versprechen, ihr jeden Wunsch zu erfüllen. Nun erbitte sie sich Cherubino zum Mann.
Figaro drängt zum Aufbruch, damit das Fest endlich beginnen kann. Der Graf beginnt noch einmal ein Verhör über die Vorgänge im Kabinett der Gräfin, als der Brautzug erscheint. Der Graf soll in einem feierlichen Zeremoniell Susanna den Brautkranz überreichen. Sie nutzt die Gelegenheit, um ihm heimlich die Einladung zum Rendezvous zuzustecken. Der Graf verspricht allen, das Fest am heutigen Abend mit aller Pracht auszustatten. Kaum haben Graf und Gräfin den Saal verlassen, feiert das Volk Susanna und Figaro als Sieger über die Willkür des Grafen.

4. AKT
Im dämmerigen Park sucht Barbarina verzweifelt nach der Nadel, die sie im Auftrag des Grafen Susanna zurückbringen sollte. In ihrer Angst vertraut sie sich Figaro an, der mit Marcellina in den Garten gekommen ist und von dem Verkleidungsplan der Frauen nichts weiß. Er gibt Barbarina schnell eine Nadel von Marcellinas Kleid. Dann bricht die Wut und Enttäuschung aus ihm heraus und er schwört, alle betrogen Ehemänner rächen zu wollen.
Barbarina, die für Cherubino etwas Essbares ergattert hat, huscht durch den Garten und verschwindet, als Figaro Basilio und Bartolo in Stellung bringt.
Die Gräfin und Susanna wollen ihre Kleider im Pavillon tauschen. Von Marcellina erfährt Susanna, dass sich Figaro hier versteckt hält. Susanna will ihm einen Denkzettel verpassen und tut so, als erwarte sie wirklich den Grafen zum Rendezvous. Das kommt Cherubino hinzu, entdeckt die Gräfin als vermeintliche Susanna und glaubt, von ihr fordern zu können, was sie dem Grafen versprach. Die Gräfin versucht, sich seinen Zudringlichkeiten zu entziehen, als der Graf erscheint und die Cherubino zugedachte Ohrfeige den sich heranschleichenden Figaro trifft.
Der Plan der Frauen geht auf. Der Graf umschmeichelt die vermeintliche Susanna und Figaro wendet sich aus Rache der Gräfin zu. Doch an der Stimme erkennt er in den Kleidern der Gräfin seine Susanna. Nun treibt er die Situation auf die Spitze und erntet dafür Susannas Ohrfeigen. Nach der Versöhnung der Brautleute wird das Spiel für den Grafen fortgesetzt. Diesem ist seine Susanna entwischt. Auf der Suche nach ihr, entdeckt er die vermeintliche Gräfin mit Figaro. Er ruft nach Waffen und Leuten, um seine Gattin und Figaro vor allen bloßzustellen. Von allen unterstützt, bitten die „Gräfin“ und Figaro um Verzeihung. Doch der Graf bleibt unnachgiebig. Da tritt die Gräfin hinzu und gibt sich zu erkennen. Alle sind überrascht und sprachlos. Dem beschämten Graf bleibt nur der Ausweg, Reue zu zeigen. Die Gräfin gewährt ihm Verzeihung und das wirre Treiben des „tollen Tags“ findet somit ein harmonisches Ende.

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