Symphoniker im Foyer
Zu Benjamin Britten „Death in Venice“
Opernhaus Düsseldorf – Foyer
Sonntag, 15. Juni 2014
11:00 - 12:30 Uhr

10,00 €
LIEDER UND KAMMERMUSIK VON RALPH VAUGHAN WILLIAMS UND EDWARD ELGAR

Zur Premiere von Benjamin Brittens „Death in Venice“ im Opernhaus Düsseldorf entwirft die „Symphoniker im Foyer“-Matinee am 15. Juni mit Kammermusik und Liedern von Edward Elgar und Ralph Vaughan Williams ein Bild der britischen Musik des beginnenden 20. Jahrhunderts.

Ralph Vaughan Williams zählte zu den beherrschenden und fest etablierten Lehrerfiguren des renommierten Londoner Royal College of Music, als Britten dort im September 1930 im Alter von 17 Jahren sein Musikstudium aufnahm. Die beiden erklingenden Werke führen uns zurück in die Frühphase seines Schaffens, die neben Einflüssen durch die Vorbilder Johannes Brahms und Max Bruch doch schon Vaughan Williams‘ eigenen Stil zeigt: Mit seinen „Songs of Travel“ schrieb er zwischen 1901 und 1904 eine Art „Englische Winterreise“ auf Gedichte des „Schatzinsel“-Autors Stevenson – ein expressiver Liederzyklus, der uns mit auf die Wanderung eines Vagabunden nimmt, der alle menschlichen Bindungen hinter sich lässt, um einen Weg voller Freuden und Sorgen, Liebe und Verlorenheit, Irrungen und Wirrungen zu beschreiten. Sein expressives, spätromantisches Klavierquintett aus dem Jahre 1903 ist bis heute dagegen eine Repertoire-Rarität, hatte Vaughan Williams die Komposition doch später mit einem Aufführungsverbot belegt, das erst 2007 durch seine Witwe – völlig zurecht – wieder aufgehoben wurde.

Als „geisterhaftes Zeug“ bezeichnete Edward Elgar den 1. Satz seines Klavierquintetts, den er im Januar 1919 vollendete. Bei dem tastend-suchenden Beginn soll er an Geistergeschichten aus seiner Heimat gedacht haben, wie seine Frau in ihren Tagebüchern berichtet. Elgar, der durch Werke in den „öffentlichen“, groß besetzten Gattungen wie Oratorium, Sinfonie und Marsch zum Repräsentanten des British Empire avanciert war, hatte sich, die Kriegsbegeisterung seiner Landsleute ganz und gar nicht teilend, während des Ersten Weltkriegs immer mehr zurückgezogen und begann nun die kleinen Formen Violinsonate, Streichquartett und Klavierquintett auszuloten – Kompositionen, die wie Rück-Erinnerungen an große Emotionen in einer stilleren, friedlichen Zeit wirken.

***

RALPH VAUGHAN WILLIAMS
Klavierquintett c-Moll

RALPH VAUGHAN WILLIAMS
Songs of Travel auf Gedichte von Robert Louis Stevenson

EDWARD ELGAR
Klavierquintett a-Moll op. 84
 

 
Bass David Jerusalem
Violine Franziska Früh, Christian-Paul Suvaiala
Viola Gabriel Bala
Violoncello Nikolaus Trieb
Kontrabass Vlado Zatko
Klavier Thomas Hell, Matthew Ottenlips
 

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